Nur 24 Stunden nach dem wohl größten Sieg seiner Karriere gehörte Soren Waerenskjold zu drei Fahrern von
Uno-X Mobility, die beim Massensturz im Finale der
12. Etappe der
Tour de France zu Boden gingen.
Waerenskjold,
Anthon Charmig und
Jonas Abrahamsen wurden nach dem Sturz in Chalon-sur-Saône vom Teamarzt untersucht. Uno-X meldete zunächst keinen Hinweis auf schwere Verletzungen, weitere Untersuchungen liefen jedoch nach dem Ziel weiter.
„Sie sind mehr oder weniger über die ganze Straße verteilt zu Fall gekommen, das ist kurz gesagt die Lage“,
sagte Sportdirektor Christian ‚Gummi‘ Andersen bei TV 2 Sport.„Der Arzt hat sie gesehen und es ist nichts wirklich Schwerwiegendes, aber er checkt sie jetzt nacheinander durch. Dann werden wir sehen, wie es ausgeht.“
Waerenskjold in Gaviria-Sturz hineingezogen
Andersen erklärte, der Vorfall habe begonnen, als ein Fahrer von Bahrain – Victorious im Sprint leicht vor Fernando Gaviria herüberzog. Gaviria stürzte schwer und riss Waerenskjold mit, während Charmig und Abrahamsen dicht genug dahinter fuhren, um unmittelbar in den Sturz verwickelt zu werden.
„Ein Bahrain-Fahrer ist leicht rübergezogen, dann ist Fernando Gaviria direkt zu Boden gegangen und hat Waerenskjold mitgerissen“, so Andersen. „Die anderen sind direkt dahinter gefallen, weil sie direkt neben Soren Waerenskjold saßen.“
Der Sturz bedeutete einen abrupten Rückschlag für Waerenskjold, der Uno-X Mobility erst am Vortag den ersten Etappensieg dieser Tour beschert hatte. Der Norweger fuhr eine starke Solonummer auf Etappe 11 und hielt die Verfolger auf Distanz – ein Durchbruch auf der größten Bühne des Radsports.
Kaum waren die Feierlichkeiten verklungen, musste das Team nach einem weiteren hektischen Sprintfinale den Zustand dreier Fahrer beurteilen.
Tim Merlier gewann die 12. Etappe vor Olav Kooij und Jasper Philipsen, doch die unmittelbare Aufmerksamkeit bei Uno-X galt Waerenskjold, Charmig und Abrahamsen.
Die ersten Nachrichten waren ermutigend, schwere Blessuren waren zunächst nicht erkennbar. Das Team setzte die individuellen Checks der drei Fahrer jedoch fort, bevor bestätigt wird, ob sie zur 13. Etappe starten können.