„Eine gute Trainingswoche für die Tour“ – Pello Bilbao ambitioniert vor dem Finale der Tour Auvergne-Rhône-Alpes

Radsport
Sonntag, 14 Juni 2026 um 14:00
pello bilbao tour auvergne
Vor der Schlussetappe der Tour Auvergne Rhône-Alpes — vormals Critérium du Dauphiné — blickte Pello Bilbao am Start gelassen auf eine fordernde Woche zurück, geprägt von körperlichen Problemen und dem hohen Rennniveau.
Der Baske sagte gegenüber Cycling Pro Net, er sei nicht in Bestform gewesen in einer Ausgabe, die vom ersten Tag an brutal war: „Es war eine harte Woche für mich, ich war nicht bei 100 %, und in so einem Rennen ist es schwierig, sich zu erholen und die Beine zu finden“, erklärte er und ergänzte, dass dieses Umfeld dennoch einen positiven Effekt für seinen Formaufbau haben könnte.
„Ich denke, diese Woche gibt mir einen guten Trainingsblock für die Tour de France“, betonte Bilbao und stellte klar, dass sein Hauptziel bleibt, zur großen Sommerzielsetzung die Topform zu erreichen.
Der Bahrain Victorious-Fahrer räumte zudem ein, im Rückblick sei es womöglich nicht der ideale Zeitpunkt gewesen, ein derart anspruchsvolles Rennen voll anzugehen: „Vielleicht war es ein bisschen zu früh, hier um die Top 10 zu kämpfen, aber ich wäre auch nicht enttäuscht gewesen, Zehnter zu werden. Trotzdem: Wir sind drei Wochen vor der Tour, und es gibt Zeit, zurückzuschlagen.“
Konstant in diesem Jahr war die Härte der Strecke und das unrhythmische Renntempo, das auch viele Teams kollektiv beeinträchtigte. Bilbao fasste es als kompromisslosen Test zusammen: „Es war ein sehr ehrliches Rennen, nicht allzu taktisch, einfach der bestmögliche Einsatz ab dem ersten Anstieg.“

Blick voraus auf die Tour de France

Die generelle Müdigkeit im Feld begrenzte auch die Angriffsoptionen, selbst auf Etappen, auf denen das Team das Rennen beleben wollte. „Gestern habe ich versucht, in die Gruppe zu gehen, aber wir konnten uns nicht vom Hauptfeld absetzen“, erklärte er.
Mit Blick auf die unmittelbare Zukunft ist der Fahrer zuversichtlich, dass die nächsten Wochen seine Form vor der Tour de France weiter schärfen, sodass er nach diesem Rennblock mit besseren Gefühlen an den Start geht.
Bilbao äußerte sich zudem zu den jungen Talenten im Peloton, lobte Pauls Reife nach dessen jüngstem Auftritt und hob sowohl seine Reaktionsfähigkeit als auch altersbedingte Fehler hervor, die zum natürlichen Lernprozess in den Profirängen gehören.
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