Wout van Aerts Tour-de-France-Vorbereitung steht massiv in Frage, nachdem der belgische Star die Tour Auvergne-Rhône-Alpes nur wenige Stunden nach seinem Sieg auf Etappe 5 verlassen hat. Mit Blessuren nach einem Trainingssturz kurz vor dem Rennen stieg van Aert aus, als die Schmerzen an einer Ellbogenwunde zu groß wurden.
Zurück in Belgien ergaben Untersuchungen, dass sich die Wunde am Ellbogen infiziert hatte und er mehrere Tage mit dem Training aussetzen muss. Die Nachricht ließ seine Teilnahme am Visma | Lease a Bike-Höhentrainingslager in Tignes am Montag wackeln und schürte zugleich Zweifel an seiner
Tour de France.
Ein
weiteres Update von Sporza-Kommentator Christophe Vandegoor, der mit Van Aerts Manager Jef Vandebosch sprach, ergab, dass wohl die Position auf dem Zeitfahrrad die Wunde gereizt und die Infektion begünstigt hat – die Aero-Position am speziellen Zeitfahrlenker gilt als Auslöser.
Infektion auf Mannschaftszeitfahren zurückgeführt
Er sagte: „Die Wunde wurde im Krankenhaus von Herentals behandelt. Man geht davon aus, dass die Reizung durch die Position am Zeitfahrlenker während des Mannschaftszeitfahrens verstärkt wurde.“
Bestätigt ist, dass van Aert sich auf Etappe 5 trotz Schmerzen zum Sprintsieg quälte, die Entzündung danach jedoch zunahm. Fahrer und Team entschieden, dass van Aert nicht zur 6. Etappe startet.
Tags darauf folgte ein doppelter Rückschlag: Auch Jorgen Nordhagen und Per Strand Hagenes gingen beim WorldTour-Rennen nach Hause, als Grund für die Aufgabe wurde Krankheit genannt. Visma startet am Sonntag mit vier Fahrern in die Schlussetappe. Matteo Jorgenson, gut im Gesamtklassement platziert, wird von Bruno Amirail, Ben Tulett und Edoardo Affini unterstützt.
Bei van Aert soll der Zustand dem Vernehmen nach täglich neu bewertet werden. Das unglückliche Timing bringt seine Tour-de-France-Vorbereitung jedoch drei Wochen vor dem geplanten Eintreffen zum Grand Départ in Barcelona ins Hintertreffen.