„Ein Trainer von Tadej kann am Ende nur etwas verderben, etwa wenn er sich auf bestimmte Wattwerte fixiert“: Ehemaliger UAE-Fahrer erklärt Pogacars Wandel unter Trainer Javier Sola

Radsport
Donnerstag, 18 Juni 2026 um 10:00
pogacar
Tadej Pogačar hat 2026 ein noch höheres Niveau erreicht und dominiert den Sport mit einer Konstanz, die im modernen Radsport selten ist. Verbesserungen bei Material und Teamleistung spielen eine Rolle, doch Ex-UAE-Team-Emirates-Profi Sjoerd Bax sieht einen der Schlüssel für den Aufschwung in seinem Wechsel zu Trainer Javier Sola. Der Spanier habe Pogačar laut Bax nicht neu erfunden, sondern die Fähigkeiten eines ohnehin schon weltbesten Fahrers maximal ausgeschöpft.

Neuer Ansatz nach frühen Tour-Erfolgen

Obwohl Pogačar die Tour de France 2020 und 2021 gewann, legten seine Niederlagen gegen Jonas Vingegaard 2022 und 2023 Verbesserungsfelder offen. Bax, heute bei Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team und 2023 sowie 2024 Teamkollege bei UAE Team Emirates, verweist auf mehrere Anpassungen, mit denen das Team die Lücke schloss.
„Von 2022 auf 2023 wurde beim Material ein großer Sprung gemacht“, erklärte Bax im Gespräch mit Wieler Revue. „Der nächste Schritt war Pogačars Trainerwechsel 2024. Javier Sola wurde sein Coach. Er war auch mein Coach.“
Sola arbeitete zuvor bei Team Visma | Lease a Bike, ehe er zu UAE Team Emirates wechselte, und verantwortet seither die dominanteste Phase in Pogačars Karriere.
Trotz der herausragenden Resultate des Slowenen sieht Bax in Sola keinen Wunderheiler. „Javier ist kein Zauberer oder so“, sagte er. „Bei Fahrern auf diesem Level ist das Wichtigste, keine Fehler zu machen. Ein Trainer von Tadej kann Dinge nur kaputtmachen, zum Beispiel, wenn er sich auf bestimmte Leistungswerte versteift.“

Härter trainieren, nicht anders

Laut Bax bestand die größte Anpassung darin, die Intensität jener Arbeit zu erhöhen, die Pogačar ohnehin verkraftet. „Mit Sola begann er zu trainieren wie viele andere Profis, aber dann zwei Stufen härter, weil er eine größere Belastung wegsteckt“, erläuterte Bax.
Dieses Vorgehen stellt er den Methoden des früheren Trainers Iñigo San Millán gegenüber. „Früher, unter Iñigo San Millán, machte er weniger explosives Training. Das war vermutlich nicht der optimale Ansatz für ihn.“
Klatscht 2Besucher 2
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading