Ein begeisterter Egan Bernal über seine Gefühle bei den kolumbianischen Meisterschaften: "Ich habe mich wie der Egan von früher gefühlt, ich habe jede Staffel mit vollem Tempo absolviert. Ohne Angst, so wie ich früher Rennen gefahren bin."
Egan Bernal wurde Dritter bei den kolumbianischen Meisterschaften und kam hinter Sergio Higuita und 4 Sekunden hinter dem überraschend starken Alejandro Osorio ins Ziel.
Der Kolumbianer, ehemaliger Sieger der Tour de France und des Giro d'Italia, gab nach dem Rennen gegenüber Deportes RCN zu, dass er zum ersten Mal nach seiner Genesung von dem Unfall, der ihn fast das Leben gekostet hätte, wieder das Gefühl hatte, in die Pedale zu treten, wie vor der schweren Verletzung. Er schilderte, dass er während des Rennens sehr emotional gewesen sei:
"In gewisser Weise fühlte ich mich im Rennen sogar nostalgisch, ich fühlte mich wie der Egan von früher. Ich werde alles geben, es ist mir egal, ob ich an einem Hügel stehen bleibe. Jede Staffel gab ich Vollgas und so bin ich früher Rennen gefahren, ohne Angst und das habe ich wieder gespürt", erzählte er. "In der Gruppe haben wir uns sehr gut verstanden, es war eine tolle Zusammenarbeit, denn niemand hat sich zurückgehalten. Wir haben alle Vollgas gegeben, weil das Rennen sehr schnell war".
Wir werden sehen, ob Egan Bernal in der Lage ist, zu seiner alten Form zurückzukehren. Es ist nicht einfach, nach einer so schweren Verletzung, die einen so lange außer Gefecht setzte, zurückzukommen und wieder auf Weltklasse-Niveau zu fahren. Andere Fahrer wie beispielsweise Chris Froome haben es nicht geschafft, aber der Fahrer des Teams INEOS Grenadiers hat den Altersfaktor zu seinen Gunsten, da er gerade 27 Jahre alt geworden ist, also wird er es mit Geduld und hartem Training sicherlich versuchen. Der INEOS Grenadiers Fahrer wird bei der kommenden Tour Colombia dabei sein, wo er die Nationalmannschaft anführen wird.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.