DISKUSSION | Etappe 2 der UAE Tour - Überschall-Remco, Diesel-Del Toro, Cavagna sticht hervor

Radsport
Dienstag, 17 Februar 2026 um 21:30
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Nach Isaac del Toros Sieg auf der Auftaktetappe der UAE Tour 2026 stand heute alles im Zeichen des Kampfes gegen die Uhr. Und wer, wenn nicht Remco Evenepoel, sollte beim erst zweiten WorldTour-Rennen der Saison ein Ausrufezeichen setzen.
Falls es noch Zweifel gab, der Belgier von Red Bull – BORA – Hansgrohe hat sie ausgeräumt. Er fuhr souverän zum Etappensieg, Joshua Tarling (INEOS Grenadiers) kam am nächsten heran, nur fünf Sekunden zurück, Rémi Cavagna (Groupama – FDJ United) folgte mit elf Sekunden Rückstand. Nur dieses Trio kam überhaupt in die Nähe des amtierenden Weltmeisters dieser Disziplin.
Für die Anwärter auf das Gesamtklassement dürften die Ziele nach diesem Einzelzeitfahren nun auf Podiumsplätze schrumpfen. Der Gesamtführende Isaac del Toro kassierte auf den 12 Kilometern 41 Sekunden und liegt jetzt 32 Sekunden hinter dem Gesamtersten.
Auch Antonio Tiberi verlor deutlich, schnitt aber besser ab als der UAE-Profi. Er büßte 33 Sekunden auf den Tagessieger ein und liegt im Kampf um das Gelbe Trikot nun 30 Sekunden hinter Evenepoel.
Ilan Van Wilder und Derek Gee waren ebenfalls schneller als Del Toro und liegen nun 35 beziehungsweise 34 Sekunden hinter Evenepoel.
Mehrere weitere Gesamtklassement-Hoffnungen verloren ebenfalls viel Zeit. Felix Gall liegt nun 57 Sekunden zurück, Lennert Van Eetvelt bei 1:02, Adam Yates hat 1:04 eingebüßt, Tobias Johannessen 1:12, Damiano Caruso 1:13, und Nairo Quintana verlor satte 1:30 auf Evenepoel.

Ruben Silva (CyclingUpToDate)

Ziemlich solides Zeitfahren, die Abstände waren größer als erwartet. Vielleicht 20 Sekunden zwischen Evenepoel und Del Toro hatte ich auf dem Zettel, stattdessen sahen wir einen perfekten Evenepoel und einen schwachen Del Toro, der auch gegen andere Rivalen Sekunden verlor.
Kein optimaler Formmesser für längere Belastungen, bergauf wird es ein anderes Rennen. Positive Überraschung Cavagna als Dritter, erstmals seit Langem mit seinen besten Zeitfahrbeinen, der Rest im erwartbaren Rahmen.
Noch nicht vorentscheidend – wegen Jebel Mobrah –, doch die 32 Sekunden Vorsprung auf Del Toro erlauben Evenepoel ein kontrollierteres Rennen, zumal es bislang keine Anzeichen gibt, sich um andere zu sorgen – das kann sich jedoch ändern.
Kommt er morgen ohne nennenswerten Zeitverlust durch, wird es nahezu unmöglich, ihm den Gesamtsieg noch streitig zu machen.

Carlos Silva (CiclismoAtual)

Das EZF hat die Kräfteverhältnisse sortiert. Remco Evenepoel setzte ein klares Zeichen und zeigte, dass zwar einige Spezialisten an seine Zeiten heranreichen, ihn im Zeitfahren aber niemand schlägt. Isaac del Toro bewies, dass er selbst über eine kurze Distanz Remco nicht im Zaum halten kann. Joshua Tarling lieferte ein starkes Zeitfahren ab und fuhr die zweitschnellste Zeit des Tages.
Und was ist mit der Wiederauferstehung von Rémi Cavagna? Der Franzose wirkte wie zu besten Zeiten, mit jener Ausstrahlung, die ihn einst zum Gejagten machte. Sehen wir diese Version von Cavagna die ganze Saison über? Falls ja, wird er seinem Team viel Freude bereiten – und nach der langen Durststrecke hat er sich das redlich verdient.
Zurück zum Rennverlauf: Morgen steht eine wichtige Etappe an, und mit dem heute herausgefahrenen Polster kann Evenepoel seine Taktik wohl anpassen und defensiver fahren. Ja, ich sage das, weil ich in diesem Feld niemanden sehe, der ihm den Gesamtsieg streitig machen kann. Jetzt sind UAE und Del Toro am Zug.
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