„Dieser Rekord ist in meinem Kopf fest verankert“ – Für Evenepoel zählt bei der Clásica San Sebastián nur der Sieg

Radsport
Samstag, 01 August 2026 um 14:00
Remco Evenepoel on Stage 10 of the 2026 Tour de France
Die Clásica San Sebastián 2026 hat einen klaren Favoriten: Remco Evenepoel. Der Red Bull - BORA - hansgrohe-Profi kommt aus einer starken Tour de France, in der er seine bislang besten Kletterbeine zeigte, und könnte sie nutzen, um als erster vierfacher Sieger des baskischen Klassikers in die Geschichte einzugehen.
„Dieser Rekord sitzt ziemlich fest in meinem Kopf, die Clásica San Sebastián ist ein wunderschönes Rennen, das mir auch sehr am Herzen liegt“, sagte Evenepoel bei Het Nieuwsblad. „Hier alleiniger Rekordhalter zu werden, wäre großartig. Auf jeden Fall bin ich motiviert, noch einmal alles zu geben“.
Die „Donostia Klasikoa“ steht für Evenepoel unter einem guten Stern. Jeder seiner drei Siege fiel in eine besondere Phase seiner Karriere. 2019 war es sein erster WorldTour-Erfolg; 2022 gewann er als Vorbereitung auf seinen bislang einzigen Grand-Tour-Triumph bei der Vuelta a España; und 2023 siegte er im Regenbogentrikot.
„Ich habe hier auch als Weltmeister gewonnen und kurz bevor ich meinen Vuelta-Sieg sicherte“, betonte er. Das Rennen hat besondere Bedeutung und liegt ihm auch sportlich: dank seiner Kletterqualitäten, Ausdauer und der Fähigkeit, schwierige Rennen mit Soloattacken zu entscheiden.
Red Bull - BORA - hansgrohe konnte Primoz Roglic nach dessen kürzlichem Trainingsunfall mit einem Auto nicht an den Start bringen. Dennoch bieten Fahrer wie Maxim van Gils und Giulio Pellizzari dem deutschen Team viel Schlagkraft, um ihn in Position zu bringen.
Die steilen Anstiege im Baskenland sollten ausreichen, um entscheidende Unterschiede zu schaffen; mit Richard Carapaz und Titelverteidiger Giulio Ciccone als weiteren Topfavoriten.
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Evenepoel sieht UAE und Lidl als Hauptgegner 

Nach seinem zweiten Platz bei der Tour, wo er das Zeitfahren und auch die Bergankunft am Plateau de Solaison gewann, fuhr Evenepoel direkt am Tag danach ein Post-Tour-Kriterium. „Ich fühle mich okay. Der Montag auf dem Weg zum Aalst-Kriterium war recht hart, aber danach wurde es Tag für Tag etwas besser“.
„Am Ende konnte ich etwas ausruhen. Die Müdigkeit spürt man vor allem neben dem Rad; auf dem Rad ist es nicht so schlimm. Also hoffe ich auf einen guten Tag morgen“. Traditionell wird die Klasikoa oft von Fahrern gewonnen, die mit starkem Rhythmus direkt aus der Tour de France kommen.
Als Hauptgegner für das Rennen am Samstag sieht er UAE Team Emirates - XRG und Lidl-Trek. „Wir werden das Rennen kontrollieren müssen. Sie haben ebenfalls eine sehr starke Mannschaft dabei. Jhonatan Narváez zum Beispiel ist jemand, der sehr gut unterwegs ist. Viel erwarte ich auch von Giulio Ciccone, der im vergangenen Jahr gewonnen hat“.
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