„Die Maßnahmen der Regierung waren vielleicht etwas zu extrem“ – Remco Evenepoel wenig begeistert, nachdem er die Volta a Catalunya beinahe hätte auslassen müssen

Radsport
Sonntag, 22 März 2026 um 19:15
RemcoEvenepoel (3)
Remco Evenepoel startet an diesem Montag bei der Volta a Catalunya, obwohl das wegen der Straßensperren am Teide auf den Kanaren, wo der Belgier im Höhentraining war, zeitweise auf der Kippe stand. Er schilderte die heikle Lage und blickte auf die Bergduelle dieser Woche gegen Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz.

Analyse zu Evenepoels Formtest und Bergduellen in Katalonien

Nach starken Schneefällen auf Teneriffa geriet Evenepoels Rückflug aufs Festland ins Wanken, was auch seinen Start gefährdete. Aus Sicht des Olympiasiegers war das nicht nötig.
„Die Maßnahmen der Regierung waren vielleicht etwas zu drastisch. Am Ende war die Talfahrt eigentlich gut machbar“, sagte Evenepoel am Sonntagnachmittag bei Sporza. „Etwa zehn Minuten war es wirklich gefährlich, danach war es trocken. Es gab mehr Stress und Aufwand als nötig.“
Er verbrachte nach der UAE Tour drei Wochen in der Höhe, um auf langen Anstiegen zuzulegen. Die Catalunya-Rundfahrt bietet mehrere echte Hochgebirgsetappen und dient ihm als wichtiger Formtest.
„Ich war gerade beim Blocktraining auf der Rolle, als man mir sagte, ich hätte eine Stunde zum Aufbruch, aber die Hauptarbeit war ohnehin erledigt. Dadurch habe ich nichts Wesentliches verpasst. Am Nachmittag konnte ich noch abfahren, und am Tag danach eine lockere Einheit. Ich bin hier – das ist das Wichtigste.“

Zusammenspiel mit Florian Lipowitz in Katalonien

In Katalonien steht ihm ein starkes Team zur Seite, unter anderem fährt er mit Florian Lipowitz. Die Woche ist für das Duo wichtig, um Formstand und mögliche Taktiken zu testen – hier und mit Blick auf den Sommer.
„Es hängt davon ab, wie wir uns gegenseitig fühlen und wie wir uns am jeweiligen Tag fühlen. Dann können wir kurzfristig entscheiden, was und wie. In jedem Fall ist es ein guter erster Test auf dem Weg zur Tour, um das Zusammenspiel zu verinnerlichen.“
„Wir haben Taktik noch nicht wirklich besprochen. Ein Großteil der Strecke könnte mir mit den explosiveren Passagen eher liegen“, argumentiert der Belgier. „Die Woche sollte mir entgegenkommen, zudem gibt es im Ziel viele Bonisekunden. Also wird Sprinten wichtig.“
Ist der Gesamtsieg ein Ziel? Eine vielleicht zu schwierige Frage: „Wie immer: Ich versuche, das Maximum herauszuholen, und will testen, ob ich seit letztem Monat besser geworden bin. Wie immer peilen wir Etappensiege an und wollen im Gesamtklassement so weit vorne wie möglich landen.“
„Zunächst fokussieren wir uns auf Etappensiege, dann fährt man automatisch im Klassement mit. Gewinnen ist außerdem immer gut für Teamgeist und Moral.“
Remco Evenepoel, Primoz Roglic und Florian Lipowitz beim ersten Winter-Trainingslager von Red Bull - BORA - hansgrohe
Lipowitz und Evenepoel beim ersten Wintertrainingslager des Teams

Duell gegen Jonas Vingegaard

In einem Rennen mit drei sehr anspruchsvollen Hochgebirgsetappen trifft Evenepoel auf Jonas Vingegaard, der frisch vom souveränen GC-Sieg bei Paris–Nizza kommt. „Es war schön, ihn dort so fahren zu sehen. Hoffentlich sehen wir das auch diese Woche: frühe Attacken und ein offenes Rennen. Das spielt auch mir in die Karten“, sagt der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe.
„Die Kombination mit Paris–Nizza ist recht anspruchsvoll, aber bei Visma | Lease a Bike wissen sie sicher, was sie tun. Vingegaard fährt den Giro und wird sich Schritt für Schritt zu seiner 105-%-Form hinarbeiten. Ich sehe ihn definitiv um den Sieg kämpfen.“
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