Die endgültige Startliste der Flandern-Rundfahrt 2024 ist offiziell - mit Mathieu van der Poel, Mads Pedersen, Nils Politt, John Degenkolb, Michael Matthews, Matteo Jorgenson, und Tim Wellens
Radsport
Ein großes Ereignis! Die Flandern-Rundfahrt 2024 ist das zweite Monument der Saison und die Königin aller Flandern-Klassiker. Es ist einer der wichtigsten und spannendsten Tage der Saison, an dem die größten Klassikerspezialisten auf den steilen Kopfsteinpflasteranstiegen um den prestigeträchtigen Sieg kämpfen. Offiziell bekannt ist nun eine endgültige Startliste.
Auf dieser Startliste stehen unter anderem folgende Fahrer:
Oliver Naesen, Jordi Meeus, Matej Mohoric, Fred Wright, Alexander Kristoff, Soren Waerenskjold, Dylan Teuns, Jonathan Milan, Mads Pedersen, Toms Skujins, Soren Kragh Andersen, Mathieu van der Poel, Michael Matthews, Biniam Girmay, Magnus Sheffield, Alberto Bettiol, Dylan van Baarle, Tiesj Benoot, Matteo Jorgenson, Julian Alaphilippe, Kasper Asgreen, Nils Politt, Tim Wellens, Stefan Küng, Valentin Madouas, Oier Lazkano, Iván García Cortina, Luca Mozzato, Florian Sénéchal, John Degenkolb und Matteo Trentin.
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Alpecin - Deceuninck
1 Poel, Mathieu van der
2 Laurance, Axel
3 Riesebeek, Oscar
4 Meurisse, Xandro
5 Andersen, Søren Kragh
6 Dillier, Silvan
7 Vermeersch, Gianni
Intermarché - Wanty
11 Girmay, Biniam
12 Pooter, Dries De
13 Page, Hugo
14 Petit, Adrien
15 Rex, Laurenz
16 Teunissen, Mike
17 Zimmermann, Georg
Soudal - Quick-Step
21 Alaphilippe, Julian
22 Asgreen, Kasper
23 Lampaert, Yves
24 Moscon, Gianni
25 Merlier, Tim
26 Pedersen, Casper
27 Lerberghe, Bert Van
Team Visma - Lease a Bike
31 Jorgenson, Matteo
32 Affini, Edoardo
33 Benoot, Tiesj
34 Dijke, Mick van
35 Dijke, Tim van
36 Hagenes, Per Strand
37 Baarle, Dylan van
Arkéa - BnB Hotels
41 Sénéchal, Florian
42 Dekker, David
43 Grondin, Donavan
44 Albanese, Vincenzo
45 McLay, Daniel
46 Mozzato, Luca
47 Scotson, Miles
Astana Qazaqstan Team
51 Bol, Cees
52 Selig, Rüdiger
53 Fedorov, Yevgeniy
54 Mørkøv, Michael
55 Gidich, Yevgeniy
56 Gruzdev, Dmitriy
57 Syritsa, Gleb
Bahrain Victorious
61 Mohorič, Matej
62 Govekar, Matevž
63 Gradek, Kamil
64 Miholjević, Fran
65 Pasqualon, Andrea
66 Wright, Fred
67 Rajović, Dušan
BORA - hansgrohe
71 Meeus, Jordi
72 Haller, Marco
73 Herzog, Emil
74 Lührs, Luis-Joe
75 Denz, Nico
76 Mullen, Ryan
77 Maciejuk, Filip
Cofidis
81 Allegaert, Piet
82 Gendt, Aimé De
83 Debeaumarché, Nicolas
84 Gougeard, Alexis
85 Robeet, Ludovic
86 Renard, Alexis
87 Aniołkowski, Stanisław
Decathlon AG2R La Mondiale
91 Boasson Hagen, Edvald
92 Naesen, Oliver
93 Bondt, Dries De
94 Pestel, Sander De
95 Gautherat, Pierre
96 Touzé, Damien
97 Tronchon, Bastien
EF Education - EasyPost
101 Bettiol, Alberto
102 Bissegger, Stefan
103 Doull, Owain
104 Sweeny, Harry
105 Rutsch, Jonas
106 Berg, Marijn van den
107 Valgren, Michael
Groupama - FDJ
111 Küng, Stefan
112 Askey, Lewis
113 Bystrøm, Sven Erik
114 Le Gac, Olivier
115 Madouas, Valentin
116 Lienhard, Fabian
117 Pithie, Laurence
INEOS Grenadiers
121 Plus, Laurens De
122 Viviani, Elia
123 Sheffield, Magnus
124 Swift, Connor
125 Swift, Ben
126 Tarling, Joshua
127 Turner, Ben
Lidl - Trek
131 Pedersen, Mads
132 Declercq, Tim
133 Hoole, Daan
134 Milan, Jonathan
135 Skujins, Toms
136 Vergaerde, Otto
137 Theuns, Edward
Movistar Team
141 Lazkano, Oier
142 Canal, Carlos
143 Cavagna, Rémi
144 García Cortina, Iván
145 Jacobs, Johan
146 Milesi, Lorenzo
147 Torres, Albert
Team dsm-firmenich PostNL
151 Degenkolb, John
152 Broek, Frank van den
153 Bittner, Pavel
154 Eddy, Patrick
155 Eekhoff, Nils
156 Naberman, Tim
157 Märkl, Niklas
Team Jayco AlUla
161 Matthews, Michael
162 Durbridge, Luke
163 Jansen, Amund Grøndahl
164 Mezgec, Luka
165 O'Brien, Kelland
166 Reinders, Elmar
167 Walscheid, Max
UAE Team Emirates
171 Wellens, Tim
172 Laengen, Vegard Stake
173 Bjerg, Mikkel
174 Covi, Alessandro
175 Hirschi, Marc
176 Morgado, António
177 Politt, Nils
Israel - Premier Tech
181 Teuns, Dylan
182 Boivin, Guillaume
183 Houle, Hugo
184 Neilands, Krists
185 Sheehan, Riley
186 Strong, Corbin
187 Asbroeck, Tom Van
Lotto Dstny
191 Campenaerts, Victor
192 Beullens, Cedric
193 Berckmoes, Jenno
194 Taminiaux, Lionel
195 Slock, Liam
196 Grignard, Sébastien
197 Moer, Brent Van
Uno-X Mobility
201 Kristoff, Alexander
202 Abrahamsen, Jonas
203 Hoelgaard, Markus
204 Blume Levy, William
205 Resell, Erik
206 Tiller, Rasmus
207 Wærenskjold, Søren
Bingoal WB
211 Meester, Luca De
212 Tier, Floris De
213 Meens, Johan
214 Boven, Luca Van
215 Vliegen, Loïc
216 Beken, Aaron Van der
217 Vermoote, Jelle
Q36.5 Pro Cycling Team
221 Steimle, Jannik
222 Christen, Fabio
223 Devriendt, Tom
224 Ludvigsson, Tobias
225 Małecki, Kamil
226 Monk, Cyrus
227 Sajnok, Szymon
Team Flanders - Baloise
231 Craps, Lars
232 Hesters, Jules
233 Vandenstorme, Dylan
234 Vandevelde, Yentl
235 Deweirdt, Siebe
236 Vercouillie, Victor
237 Vanhoof, Ward
Tudor Pro Cycling Team
241 Trentin, Matteo
242 Kolze Changizi, Sebastian
243 Eriksson, Jacob
244 Kelemen, Petr
245 Krieger, Alexander
246 Mayrhofer, Marius
247 Pluimers, Rick
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








