„Der Unterschied zwischen Pogačar und dem Rest ist, wie er ist“ – Vuelta-Direktor erklärt, warum er den dominanten Superstar trotzdem unbedingt beim Rennen will

Radsport
Mittwoch, 19 August 2026 um 13:30
Tadej Pogacar will start the Vuelta a Espana as the hot favourite
Tadej Pogačars Rückkehr zur Vuelta a España steht bevor, denn UAE Team Emirates kehrt zu dem Rennen zurück, bei dem der Slowene vor sieben Jahren seinen ersten großen Durchbruch feierte. Sechs Grand-Tour-Siege und Dutzende Prestigeerfolge später gilt er als Favorit auf den Gesamtsieg der Spanien-Rundfahrt.
Nach mehreren Jahren des Werbens um Pogačar haben sich für die Organisatoren die Sterne ausgerichtet, ihn nach La Vuelta zu locken. Für Renndirektor Javier Guillén ist Pogačars Teilnahme ein großer Gewinn.
Guillén bezeichnet Pogačar als das reinste Spektakel im Radsport und hofft auf eine packende Ausgabe, auch wenn Titelverteidiger Jonas Vingegaard nicht zur Titelverteidigung antritt. Eine kletterlastige Strecke mit Fokus auf die Berge soll den Fans eine große Schau bieten.
„Ich erwarte eine Vuelta, die bis zum Ende spannend ist – wie wir es uns immer wünschen. Wir haben eine sehr anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke, dominiert von Bergen, was dem Publikum sehr entgegenkommt“, sagte Javier Guillén gegenüber EFE.
„Zudem wird die Vuelta mit der großen Neuerung der Teilnahme von Pogačar noch spektakulärer. Der Slowene ist eine Legende des Weltsports; er ist pures Spektakel und Radsport in seiner reinsten Form.“
Tadej Pogačar bei der Tour de France 2026
Tadej Pogacar

Pogačar bereit, La Vuelta zu dominieren

Pogačar bringt Dominanz ins Rennen. Seine nächsten Gegner im Kampf um den Titel dürften dem zweifachen Weltmeister kaum ernsthaft zusetzen. Was seine Präsenz der Rundfahrt aber sichert, ist Aufmerksamkeit – und zwar reichlich. Mehr Medieninteresse und höhere Zuschauerzahlen am Straßenrand sind der Grund, warum die Organisatoren so vehement auf seinen Start drängen.
„Ich war absolut begeistert, als Pogačars Teilnahme verkündet wurde. Für die Vuelta ging ein Traum in Erfüllung. Wir wollen immer die Besten, und er ist der Beste.“
Er ergänzte: „Der Unterschied im Potenzial zwischen Pogačar und dem Rest ist, wie er ist, aber er ist eine Legende, und mit ihm kommt das Spektakel; er ist ein einzigartiger Fahrer. Seine Präsenz erfüllt einen Wunsch, den wir uns lange aufgespart hatten, da er seit seinem Debüt 2019 nicht mehr gestartet ist.“
Guillén sagte, dass „Pogačars Präsenz wichtig ist.“ Schon seine bloße Anwesenheit sorge dafür, dass die Rundfahrt „größere mediale Aufmerksamkeit und auch mehr Zuschauer am Straßenrand“ bekomme.
„Wir werden sehen, wie er sich nach der Tour fühlt, aber er startet als klarer Favorit und zugleich als Ansporn für seine Rivalen, denn sie treten gegen den Besten an“, sagte er.

Starkes Startfeld mit Wout van Aert und Primož Roglič

„Was wir als Organisation wollen, ist Spannung bis ganz zum Schluss, aber am Ende entscheidet die Straße. Er hat die Tour mit großem Vorsprung dominiert, dennoch war es ein unterhaltsames Rennen. Ich würde gerne einige seiner Glanzvorstellungen sehen.“
Trotz der erwarteten Dominanz Pogačars bietet das Feld Breite mit einigen der größten Namen des Sports – darunter Wout van Aert, Primož Roglič, Richard Carapaz, Mads Pedersen und Enric Mas – und kompensiert damit das Fehlen von Tour-de-France-Stars wie Paul Seixas und Remco Evenepoel.
Er fügte hinzu: „Wir haben das bestmögliche Feld. Neben Pogačar wird Primož Roglič, vierfacher Vuelta-Sieger, am Start sein, ebenso Wout Van Aert, stets ein großer Anwärter, Richard Carapaz, der als Bergkönig eine starke Tour fuhr, und Movistar bringt ein sehr starkes Team, mit einem hochmotivierten Enric Mas. Wir werden Evenepoel, Seixas oder Vingegaard nicht dabeihaben, aber das Feld ist gut.“
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