„Der Arzt musste in meinem ganzen Körper nach Knochensplittern suchen“: Matteo Trentin kehrt zwei Monate nach schwerem Sturz zurück

Radsport
Freitag, 05 Juni 2026 um 9:00
matteotrentin
Matteo Trentin gehörte zu den stärksten Fahrern der diesjährigen Klassiker-Kampagne und kämpfte in jedem Kopfsteinpflasterrennen bis zur Flandern-Rundfahrt um ein Topresultat. Dort positionierte sich der italienische Routinier erneut für die Top 5, ehe ein Massensturz in der Verfolgergruppe Trentins Frühjahr abrupt beendete. Der Tudor-Pro-Cycling-Fahrer erlitt mehrere Verletzungen und kehrt erst an diesem Wochenende ins Rennen zurück – zwei Monate nach der Flandern-Rundfahrt.
„Ich habe mir das Schlüsselbein in vier Teile gebrochen, und ich glaube, der Arzt musste in meinem ganzen Körper nach Knochensplittern suchen. Außerdem habe ich mir drei Rippen gebrochen“, erklärte Trentin das Ausmaß seiner Verletzungen in einer von seinem Team geteilten Instagram-Story.
Es brauchte Zeit, um den Rückschlag zu verarbeiten, doch der 36-Jährige ist nun fast vollständig genesen und bereit für die Tour Auvergne-Rhône-Alpes (07.06.–14.06.2026). Die diesjährige Ausgabe ist mehr denn je den Kletterern zugeschneidert, jedoch könnte Trentin auf den Etappen 2, 4 und 5 im Sprint seine Chance suchen. An den übrigen Tagen steht er GC-Leader Yannis Voisard und Ausreißer-Spezialist Julian Alaphilippe zur Seite.
„Es hat eine Weile gedauert, bis ich vollständig genesen war, aber ich bin auf dem richtigen Weg zurück zu meiner alten Stärke. Die vergangenen anderthalb Wochen liefen sehr gut. Ich bin fast wieder der Alte.“

Hoffnung auf die Tour-Nominierung

Für Trentin beginnt der Sommer erst so richtig mit dem neu benannten Critérium du Dauphiné. Ein spannender Termin sind die schwer prognostizierbaren Italienischen Meisterschaften. Doch Trentin hat vor allem ein Rennen eine Woche später im Blick:
„Dann die nationalen Meisterschaften und dann vielleicht… vielleicht die Tour de France. Wir werden sehen!“
Tudor Pro Cycling hat sich über die UCI-Rangliste als eines der drei besten ProTeams einen Startplatz für die Tour de France 2026 gesichert. Das komplette Aufgebot der Schweizer Formation steht noch aus, doch zu erwarten sind Publikumsliebling Julian Alaphilippe, Zeitfahrspezialist Stefan Küng oder der Giro-Gesamtsiebte Michael Storer unter den Nominierten.
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