David Gaudu verschiebt sein Comeback nach Allergierückschlag – Tour de Romandie neues Ziel

Radsport
Freitag, 17 April 2026 um 9:30
davidgaudu
David Gaudus Renn-Comeback verzögert sich: Der französische Kletterer wurde wegen starker Allergiebeschwerden ausgebremst und muss die Classic Grand Besançon sowie die Tour du Jura in dieser Woche auslassen.
Der Groupama-FDJ United-Profi sollte nach einem schwierigen Saisonauftakt wieder ins Rennen eingreifen, doch pollenbedingte Probleme durchkreuzen erneut seinen Fahrplan.
Der 29-Jährige aus der Bretagne hatte sein Comeback ursprünglich bei den französischen Eintagesrennen geplant – ideale Zwischenschritte vor einem anspruchsvolleren Block an Etappenrennen. Stattdessen peilt Gaudu nun die Tour de Romandie vom 28.04. bis 03.05. als Neustart an.
Sportdirektor Philippe Mauduit erklärte, die Entscheidung diene dazu, unnötige Risiken zu vermeiden und sicherzustellen, dass der Franzose in bestmöglicher Verfassung zurückkehrt.
„Er hatte während des Trainings Allergieattacken“, sagte Mauduit zu Ouest-France. „Wir haben entschieden, ihn aus den nächsten beiden Runden der FDJ United Series herauszunehmen. Es ist besser, wenn er in bestmöglichem Zustand ist, bevor er sich wieder eine Startnummer anheftet.“

Ein weiterer Rückschlag in einer schwierigen Saison

Es ist der nächste Dämpfer in einer ohnehin komplizierten Kampagne für Gaudu. Seine Saison ist von Inkonstanz, körperlichen Problemen und einer erneuten Suche nach Selbstvertrauen geprägt – nach einem bislang fordernden Jahr 2025.
Im Frühjahr gab Gaudu Paris–Nizza auf der fünften Etappe auf, einen Tag nachdem brutale Witterung und eine Machtdemonstration von Jonas Vingegaard das Rennen erschüttert hatten. Anschließend startete er bei der Katalonien-Rundfahrt, wurde jedoch Gesamt-59., mehr als 38 Minuten hinter Jonas Vingegaard.
Für einen Fahrer, der einst als Frankreichs nächster Grand-Tour-Anwärter galt, ist diese Phase von Ungewissheit geprägt. Gaudu hat in der Vergangenheit offen über die mentalen und körperlichen Herausforderungen des Spitzensports gesprochen, und die jüngste Verzögerung fügt eine weitere Schicht Frustration hinzu.

Romandie als unmittelbares Ziel

Trotz der Unterbrechung bleibt Groupama - FDJ United zuversichtlich, dass Gaudu in den kommenden Wochen wieder Tritt fassen kann. Die Romandie bietet mit Kletterterrain und fordernder Streckenführung günstige Voraussetzungen für sein Profil.
„Bei der Katalonien-Rundfahrt hatte er Höhen und Tiefen“, ergänzte Mauduit. „Er arbeitet im Training gut, und nach der Tour de Romandie werden wir sehen, wie es in seinem Programm weitergeht.“
Dem Team zufolge kommen nach der Romandie voraussichtlich die Tour Auvergne-Rhône-Alpes (Critérium du Dauphiné) oder die Tour de Suisse infrage – abhängig von Form und Rennplanung.

Die Tour de France bleibt das große Ziel

Im Winter war die Tour de France als Gaudus Hauptziel der Saison ausgegeben worden. 2022 wurde er Gesamtvierter und 2023 Neunter, ehe eine enttäuschende Saison 2024 ihn zu einer Kurskorrektur veranlasste – mit Fokus auf den Giro d’Italia und die Vuelta a España.
Obwohl er in Spanien nicht auf die Gesamtwertung fuhr, zeigte er seine Klasse mit einem Sieg auf der dritten Etappe und trug zwischenzeitlich das Führungstrikot.
In seiner zehnten WorldTour-Saison in Serie und kurz vor seinem 30. Geburtstag später in diesem Jahr beginnt für Gaudu eine entscheidende Phase. Sein Talent steht außer Frage, doch die unmittelbare Aufgabe ist klar: Gesundheit stabilisieren, Rhythmus finden und Selbstvertrauen vor den großen Sommerzielen aufbauen.
Läuft die Romandie gut, kann seine Saison noch deutlich Fahrt aufnehmen. Wenn nicht, werden die Fragen zu seiner Entwicklung lauter werden.
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