„Das wird verdammt schwierig“ – Mads Pedersen nährt neue Zweifel an einem Start bei Mailand–Sanremo, da Knochenbrüche sein Comeback verzögern

Radsport
Montag, 09 März 2026 um 14:30
madspedersen
Mads Pedersen hat seine bisher klarste Einschätzung zur Schwierigkeit seines Comebacks für die Frühjahrsklassiker abgegeben und eingeräumt, dass selbst eine frühe Rückkehr ins Renngeschehen inzwischen unrealistisch sein könnte.
In seinem Podcast Lang Distance erklärte der Lidl-Trek-Profi, dass beide Verletzungen aus seinem schweren Sturz bei der Volta Comunitat Valenciana weiterhin nicht ausgeheilt sind – und damit ernsthafte Zweifel an einem Start beim ersten Monument der Saison aufkommen.
„Ja, das würde ich sagen. Es wird verdammt schwierig“, antwortete Pedersen auf die Frage, ob Milano–Sanremo am 21. März wohl ausfallen müsse.
„Selbst die E3 bleibt schwer zu erreichen“, fügte der dänische Ex-Weltmeister an. „Die Fraktur ist immer noch kompliziert, und die Knochen in meiner Hand sind noch nicht verheilt.“

Genesung noch in der Frühphase

Pedersen berichtete, dass zwar die Schiene am Handgelenk entfernt wurde, der Heilungsprozess aber noch lange nicht abgeschlossen ist. „Die Schiene diente vor allem dazu, alles zu stabilisieren, jetzt braucht es Zeit, um richtig zu heilen“, erklärte er. „Mein Schlüsselbein ist ebenfalls noch nicht verheilt. Daher wäre es nicht verantwortungsvoll, wieder Rennen zu fahren oder stundenlang draußen zu trainieren.“
Der Däne war zu Saisonbeginn auf der Auftaktetappe der Volta Comunitat Valenciana schwer gestürzt und hatte sich dabei Handgelenk und Schlüsselbein gebrochen – ein Vorfall, der seinen sorgfältig geplanten Aufbau für die Klassiker sofort ausbremste.
Vor dem Sturz sah sein Programm den gewohnten Weg in die Pflaster-Saison vor – mit Rennen wie Paris–Nizza und Milano–Sanremo, ehe der Fokus auf die belgischen Eintagesrennen wechseln sollte.
Diese Zwischenstationen sind bereits aus seinem Kalender verschwunden.

Ein Rennen gegen den Kalender

Die jüngste Lageeinschätzung unterstreicht das Ausmaß der Herausforderung. Selbst bei einer baldigen Rückkehr aufs Rad bleibt der Zeitplan äußerst eng.
Milano–Sanremo, seit Jahren eines der großen Frühlingsziele des Dänen, rückt schnell näher, gefolgt von Rennen wie der E3 Saxo Classic und Gent–Wevelgem.
Für einen Fahrer, dessen Formaufbau normalerweise Wochen mit Straßenkilometern und Rennrhythmus erfordert, wiegt der Mangel an Outdoor-Belastung schwer. „Wir arbeiten weiter und schauen, ob es klappt“, sagte Pedersen. „Wir glauben bis zum Schluss daran, aber sicher ist noch nichts.“

Die großen Ziele bleiben

Trotz wachsender Unsicherheit über den frühen Saisonabschnitt bleiben Pedersens übergeordnete Frühjahrsziele bestehen.
Der Ex-Weltmeister hat immer wieder betont, dass er eines der Monumente gewinnen will, insbesondere die Pflasterrennen, die seinem kraftvollen, offensiven Stil liegen. Da ein Start bei Milano–Sanremo zunehmend unwahrscheinlich wirkt, könnte der Fokus auf die großen Nordziele später im Frühjahr rücken. Das hängt jedoch von der Genesung ab.
Pedersen hat im Rahmen der Reha bereits vorsichtig das Indoor-Training aufgenommen. Die nächste Phase des Comebacks bestimmt jedoch, wie schnell beide Brüche heilen und wann er sicher wieder voll auf der Straße trainieren kann.
Vorerst bleibt der Ausblick ungewiss.
Pedersen und Lidl–Trek hoffen weiterhin, dass Fortschritte in den kommenden Wochen die Tür zu den Klassikern wieder öffnen. Doch wie der Däne selbst einräumt, ist der Spielraum für Fehler inzwischen äußerst gering.
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