„Das war das Beste, was ich konnte“ – Matej Mohoric schildert, wie er in Flandern „mit letzter Kraft“ dranblieb, am Ende aber in der Top 10 landete

Radsport
Dienstag, 07 April 2026 um 17:45
TourofFlanders2026_MatejMohoric
Die Flandern-Rundfahrt zählt zu den härtesten Rennen im Profipeloton – wegen Distanz, permanenter Anspannung, heikler Situationen und der vielen steilen, teils gepflasterten Anstiege. Entsprechend mussten alle Fahrer der diesjährigen Top 10 ihre absolute Bestform abrufen, darunter Matej Mohoric, der pünktlich zur Klassikerphase so stark wirkte wie lange nicht.
Der Bahrain-Victorious-Profi war gut positioniert, als das Rennen erstmals unter dem Druck von UAE Team Emirates – XRG zerfiel, was ihm mit Blick auf seine Historie in langen Rennen entgegenkam. „Es war einfach Vollgas. Florian [Vermeersch] hat vor dem Molenberg brutal angezogen und das Feld gesprengt. Ab da war es ein Ausscheidungsfahren. Die Stärksten haben sich durchgesetzt“, sagte Mohoric im Gespräch mit Wielerflits.
Gegen Fahrer wie Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel war der Sieg außer Reichweite. Der Slowene – der selbst starke Beine hatte – räumt ein, dass es keine Chance gab, ihren Angriff am Oude Kwaremont zuvorzukommen. „Wir haben uns nur noch festgekrallt. Ich fühlte mich heute wirklich gut, aber mehr war nicht drin.“
„Nach dem Molenberg wurde so hart gefahren. Jeder hat durchgewechselt, aber wenn du nach vorn kommst, trittst du sogar weniger Watt als im Windschatten. Sie halten einfach alle am Limit. Es ist, als würdest du gegen ein Motorrad fahren. Du versuchst nur zu überleben.“
Im Ziel fuhr der Routinier auf der Straße auf Rang acht und kam direkt hinter Florian Vermeersch und Jasper Stuyven an, die ihrerseits einen überragenden Tag erwischten.

Paris-Roubaix als bessere Option für Mohoric

Seine Leistung war dennoch stark, und kommenden Sonntag – in einem Rennen, in dem Radbeherrschung und reine Watt noch mehr zählen als in Flandern – kann Mohoric realistisch mehr als Platz acht anvisieren. Paris–Roubaix ist oft chaotisch und vom Glück beeinflusst, aber sein fünfter Rang 2022 zeigt, dass er um ein Topresultat kämpfen kann.
„Bei angekündigtem Gegenwind wird es interessant. Dort herrscht immer Chaos, Stürze, Platten, Fahrer, die wieder zurückkommen. Es ist ein hektisches Rennen, eines, das uns Normalsterblichen ein bisschen mehr liegt“, meint er.
„Dort ist es schwerer, Fahrer abzuschütteln als an diesen Anstiegen. Schauen wir mal. Wir wollen einfach ohne Reue ins Ziel kommen. Ich werde weiter mit vollem Herzen Rennen fahren. Und stolz sein, neben diesen Champions zu starten.“
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading