„Das ist nicht das, was wir uns erhofft hatten“ – Primož Roglič und Red Bull - BORA - hansgrohe stehen vor einem unerwarteten Szenario bei der Vuelta a España im Kampf um das Rote Trikot

Radsport
Sonntag, 06 September 2026 um 11:40
Primoz Roglic
Die Vuelta a España steuert auf ihre entscheidende Phase zu. Mit nur noch sieben verbleibenden Etappen und einem enger werdenden Favoritenkreis liegt Primoz Roglic auf Rang drei und nicht weit zurück.
Der Routinier hat 2:10 Rückstand auf das Tempo von Enric Mas, der auf allen großen Kletterprüfungen bislang souverän und zu den Stärksten zählte. Seit dem Gewinn des Roten Trikots auf Etappe 8 hat der Movistar-Profi seinen Vorsprung auf Roglic, den zweitplatzierten Felix Gall und weitere Top-Ten-Fahrer der Gesamtwertung stetig ausgebaut.
Da Gall und Mas auf der Etappe gemeinsam ins Ziel kamen, verlor Roglic 25 Sekunden auf das Duo. Sein Sportlicher Leiter Patxi Vila, der zuvor eine Schlusswochen-Offensive des Slowenen angedeutet hatte, räumte ein, dass es unmöglich erscheine, Enric Mas Paroli zu bieten.
„Das ist nicht das, was wir uns erhofft hatten“, sagte er zu L’Équipe.

Gegen Mas ist kein Kraut gewachsen

„Bislang war es unmöglich, mit Mas mitzuhalten, aber vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist. Es ist noch ein weiter Weg bis zum Ende, doch er ist sehr stark und schwer zu schlagen.“
Mit Blick nach vorn bietet das Zeitfahren der Etappe 18 in der kommenden Woche dem Slowenen eine ernsthafte Chance, auf die GC-Rivalen Zeit gutzumachen, und Vila weiß, dass sie dafür vor der Rundfahrt gezielt gearbeitet haben.
Trotz eines Rückschlags in der Vorbereitung in Form eines Sturzes hat Roglic ins Rennen hineingefunden. Es ist nicht so, dass er unter seinem Niveau fährt, vielmehr agiert Enric Mas eine Stufe darüber – vor allem in puncto Konstanz.
Primoz Roglic bei der Vuelta a España 2026
Primoz Roglic bei der Vuelta a España 2026

Roglic fühlt sich gut trotz Zeitverlusten

„Das Zeitfahren ist für das Team sehr wichtig. Wir haben hart daran gearbeitet und uns stark verbessert, also hoffen wir, dass wir auch hier gut abschneiden.“
„Primoz fühlt sich gut, aber Mas ist am Berg besser als er. Wir müssen akzeptieren, dass er schwer zu schlagen ist. Mit Felix ist er eher auf Augenhöhe, doch Mas zeigt ein bemerkenswert konstantes Niveau.“
Die Etappe 15 am Sonntag wurde wegen der extremen Hitze in Andalusien verkürzt. Mit nun 110 Kilometern und weniger fordernden Anstiegen als beim Festmahl am Samstag könnte es in Spanien erneut ein Tag für die Ausreißer werden.
Die Organisatoren erklärten: „Aufgrund der für morgen vorhergesagten hohen Temperaturen hat La Vuelta nach Aktivierung des Extremwetter-Protokolls die Strecke der 15. Etappe angepasst.“
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