Wout van Aert absolvierte seinen ersten Formtest der Saison bei der Strade Bianche, wo Platz 10 ein vielversprechendes Zeichen war. Heute bei Tirreno–Adriatico wartet ein Finale direkt nach einem Sterrato-Sektor, das den Belgier erneut prüft – diesmal jedoch mit besseren Siegchancen, da die Etappe insgesamt deutlich einfacher ist.
„Bin ich bereit? Ja. Es ist eine sehr anspruchsvolle Etappe, mit einem steilen Schotterabschnitt am Ende. Im letzten Kilometer gibt es außerdem noch einen Anstieg“, sagte Van Aert gegenüber VTM Nieuws. „Ich bin definitiv ehrgeizig. Die letzten sieben Kilometer sind ein einziger langer Effort. Es ist schwer zu sagen, wo der entscheidende Punkt liegt. Wenn man auf dem Schotter in eine Lücke gerät, ist es schwierig, diese wieder zu schließen. Ich fühle mich gut und freue mich darauf.“
Das Finale ist für den Fahrer von
Team Visma | Lease a Bike nicht ideal: ein Anstieg mit 7 % bis ins Ziel über gut einen Kilometer. Bleibt ihm jedoch das Pech fern, das ihn in diesem Jahr bereits mehrfach erwischt hat, sollte er dennoch ganz vorne dabei sein. Der Kampf um die Position vor dem Schotter wird absolut entscheidend. Am Ende zählt ein langer, gleichmäßiger Effort über den tückischen Sektor und die beiden Kuppen im und direkt nach dem Ende der Schotterpassage. Es ist eine der Etappen, die den Klassikerspezialisten in diesem Rennen liegen – und damit eine gute Chance für Van Aert.
„Ich hoffe, ich kann um den Etappensieg kämpfen. Und dann treffe ich wahrscheinlich auf Mathieu“, weiß er. Erstmals seit drei Jahren begegnen sich die beiden – abgesehen von der Tour de France – wieder in einer Rundfahrt; und Tirreno–Adriatico ist häufig ihre Bühne. Nach seinem Sieg beim Omloop het Nieuwsblad hat der Niederländer jedoch die besseren Signale vor dem italienischen Rennen gesendet
und gilt heute gemeinsam mit Isaac del Toro als Hauptfavorit auf den Etappensieg.