Nils Eekhoff, der 27-jährige Fahrer des Team Picnic PostNL, befindet sich nach seinem Hochgeschwindigkeitsunfall bei der AlUla Tour im vergangenen Monat auf dem Weg der Besserung. Der Niederländer war auf der 3. Etappe heftig mit einem Laternenpfahl kollidiert und zog sich dabei mehrere Verletzungen zu, darunter einen Kieferbruch und abgebrochene Zähne.
In einem Update auf der Website seines Teams reflektierte Eekhoff über den erschütternden Moment.
"Ich habe es erst im letzten Moment gesehen, und dann konnte ich nichts mehr tun", erklärte er. "Ich war blockiert. Ich lenkte so weit wie möglich nach rechts, um ihn zu umfahren, und landete mit dem Rad auf dem Bordstein. Für einen Moment konnte ich das Gleichgewicht halten, aber schließlich fiel ich um und sah einen Laternenpfahl auf mich zukommen."
Der Aufprall war heftig, und als er auf dem Boden lag, wusste er, dass etwas nicht stimmte.
"Ich wusste nicht sofort, was der Schaden war. Ich hatte Schmerzen im Kiefer, Blut im Mund, und ich hörte diese knackenden Geräusche, also habe ich mich einfach hingelegt, um auf Nummer sicher zu gehen. Ich habe mich nicht getraut, meinen Hals zu bewegen."
Da sein Kiefer verdrahtet ist, ist das Essen eine der größten Herausforderungen bei Eekhoffs Genesung geworden.
"In der ersten Woche habe ich mich von Püree ernährt, jetzt bin ich auf Reisgerichte umgestiegen, aber die müssen alle püriert werden. Ich bekomme alle Nährstoffe, die ich brauche, aber es wird ein bisschen eintönig, wenn ich nicht kauen kann.
Trotz des schmerzhaften Rückschlags konzentriert er sich weiterhin darauf, so schnell wie möglich wieder Rennen zu fahren.
"Am Anfang hat man das Bedürfnis aufzugeben, aber dann habe ich nur noch gedacht: Ich will so schnell wie möglich zurückkommen."
Bemerkenswerterweise hat Eekhoff bereits vier Tage nach dem Unfall das Training wieder aufgenommen, allerdings nur in der Halle.
"Vier Tage nach dem Sturz habe ich wieder angefangen, aber in der Halle auf dem Trainer. Ich habe mir bei dem Sturz auch die Hand geprellt, deshalb ist es besser für meine Hand, in der Halle zu trainieren. Auf diese Weise vermeide ich auch die Erschütterungen auf der Straße."
Auch wenn der Zeitpunkt seiner Genesung noch ungewiss ist, ist er optimistisch, dass er wieder voll ins Training einsteigen kann.
"Wenn alles nach Plan läuft, sollte es machbar sein, aber es hängt von der Genesung meines Kiefers und dem nächsten Zahnarzttermin ab. Die Dinge laufen in die richtige Richtung. Ich befinde mich wieder in einer Aufbauphase mit meinem Training. Jetzt heißt es vor allem abwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber ich tue alles, was ich kann, um so schnell wie möglich wieder dabei zu sein."