Belgischer Nationaltrainer unsicher, ob Van Aert Tour de France fahren sollte

Radsport
durch Cycloon
Dienstag, 28 Mai 2024 um 16:00
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Nach seiner lang erwarteten Rückkehr ins Renngeschehen bei der Norwegen-Rundfahrt 2024 in der vergangenen Woche zeigte Wout Van Aert viele positive Anzeichen und war bei den Massensprints der Etappen 3 und 4 nahe an einem Sieg. Ob die Tour de France nun folgt, bleibt jedoch unklar.
Da nach der Tour de France die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaft anstehen, hat der belgische Nationaltrainer Sven Vanthourenhout die Fortschritte eines der besten Fahrer seines Landes genau im Auge behalten. Der Trainer ist sich nicht sicher, ob eine Teilnahme an der Tour de France die beste Aussicht für Van Aert ist, der sich immer noch von seinen Verletzungen bei Dwars door Vlaanderen erholt:
"Aus konditioneller Sicht braucht Wout die Tour de France nicht, um für die Olympischen Spiele bereit zu sein", erklärt Vanthourenhout im Gespräch mit Het Nieuwsblad. "Aber mental würde ich nicht empfehlen, nach Norwegen noch zwei Monate ohne Wettkampf zu fahren, bevor es nach Paris geht. Ein Fahrer braucht Wettkämpfe. Es gibt aber auch noch andere Rennen als die Tour im Juli."
Dennoch ist Vanthourenhout positiv gestimmt über das, was er bei der Rückkehr von Van Aert in der letzten Woche in Skandinavien gesehen hat. "Ja, ich bin jetzt beruhigt. Aber ich habe mir im Hinblick auf die Spiele nie Sorgen gemacht. Vor allem hat er sich selbst davon überzeugen können, dass er den Radsport nicht mehr aufgibt", sagt er über die Leistungen des Superstars. "Sein Niveau ist natürlich noch nicht so hoch wie zum Zeitpunkt seines Sturzes bei Dwars door Vlaanderen, aber das ist ganz normal. Es gibt noch viel zu tun. Die zwei Monate, die ihm noch bis zu den Spielen bleiben, sollten ausreichen, um Wout in bestmöglicher Verfassung nach Paris zu bringen."
"Vor dem 12. Juni werde ich dem belgischen Radsport meine Auswahl unterbreiten, die BOIC wird sie in der Woche vor dem Start der Tour bekannt geben", fügt der Trainer hinzu und gibt damit einen zeitlichen Rahmen für seinen Entscheidungsprozess vor dem kommenden Sommer vor. "Natürlich habe ich einen Plan im Kopf, aber meine Wahl ist noch nicht endgültig. Ich möchte die acht Fahrer, die derzeit noch in der engeren Auswahl sind, noch einmal besuchen."