Seit seinem Wechsel ins Profilager stand
Jan Christen mehrfach im Zentrum von Kontroversen; doch an diesem Montag dürfte der UAE Team Emirates - XRG-Profi in die bislang größte hineingeraten sein. Nachdem er am Ende der Clásica Jaén Paraíso Interior den Sturz von
Maxim van Gils verursacht hatte, wurde bei ihm eine Beckenfraktur diagnostiziert, die eine monatelange Pause erfordert.
Der Schweizer war in den vergangenen Jahren in zahlreiche Auseinandersetzungen verwickelt, intern wie mit anderen Fahrern. In sozialen Medien haftet ihm inzwischen ein negatives Image an, befeuert durch wiederholte, unfaire Taktiken und mangelnde Bereitschaft zur Teamarbeit bei UAE Team Emirates - XRG – am prägnantesten wohl bei der Tour de Suisse 2025. Eine Quelle sagte CyclingUpToDate, er habe am Eröffnungstag die Arbeit für den späteren Gesamtsieger João Almeida verweigert, der nicht Teil einer Ausreißergruppe gewesen war, die dem Feld Minuten abgenommen hatte.
Früher im Jahr nutzte er beim AlUla Tour über weite Strecken Windschatten hinter dem Mannschaftswagen, was viele nach Disqualifikation rufen ließ – er erhielt dafür 20 Sekunden Zeitstrafe. Auf der Schlussetappe gewann er und holte die Gesamtwertung. Nur wenige Wochen später steht der Schweizer erneut im Rampenlicht – aus den schlechtesten Gründen.
Als Tom Pidcock seinen Sprint auf Platz zwei bei der spanischen Clásica Jaén Paraíso Interior lancierte, wich Christen deutlich nach links aus. Der
Red Bull - BORA - hansgrohe-Fahrer hatte dadurch keinen Raum mehr und prallte in die Absperrungen. Er konnte die nur wenige Meter entfernte Ziellinie nicht mehr erreichen, und die schlimmste Diagnose wurde bestätigt. Christen wurde in der Folge disqualifiziert.
Das Team gab ein Update zu seinem Gesundheitszustand: „Nach dem heutigen Sturz haben medizinische Untersuchungen bestätigt, dass Maxim van Gils eine Beckenfraktur erlitten hat. Maxim wird in den kommenden Monaten keine Rennen bestreiten können. Das gesamte Team steht hinter dir, Maxim – auf jedem Schritt des Weges.“
Maxim van Gils liegt nach seinem Sturz bei der Clásica Jaén Paraíso Interior am Boden