Wout Van Aert steuert zur Tour de France, um
Jonas Vingegaard zu unterstützen, kann aber auch auf eigene Ergebnisse fahren. Wie er am Donnerstag bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes zeigte, ist der Belgier zudem zurück in der Siegerstraße – und untermauert damit seinen Anspruch.
Ein perfekt ausgefahrener Sprint von Visma
„Er hat schon gestern gezeigt, dass er schnell ist. Aber erneut mussten wir sehr hart hinter der Ausreißergruppe arbeiten“, sagte Sportdirektor Maarten Wynants im Anschluss bei In de Leiderstrui. Mit der Fluchtgruppe unter Kontrolle und deutlich vor dem Ziel in Villars-les-Dombes gestellt, war der Weg zum Sieg frei.
Der Schlusssprint verlief deutlich geordneter als üblich. Gegenwind und fehlende taktische Schlüsselstellen verhinderten das sonst typische Gerangel um Positionen. Im letzten Kilometer war das Tempo jedoch sehr hoch. Die Visma-Fahrer führten, schirmten Van Aert vor dem Wind ab und neutralisierten plötzliche Antritte.
„Als sie vorne waren, wusste ich, dass es sehr schwer würde, an ihnen vorbeizukommen. Der Wind kam von vorne links, also musste jeder, der überholen wollte, auf der freien Seite herumfahren.“ Es war die perfekte Vorlage – und der Belgier hatte die Beine, um sie zu vollenden.
Die Ambitionen von Van Aert und Vingegaard bei der Tour de France
Team Visma | Lease a Bike startet in die Tour mit dem klaren Ziel, das Gelbe Trikot mit Jonas Vingegaard zu gewinnen. Gleichzeitig wird es zahlreiche Etappen geben, auf denen Van Aert Verantwortung übernimmt und auf Resultat fährt.
„Wir müssen abwarten. Das Wichtigste ist, die Balance zwischen Jonas und Wout zu halten. Wenn sich die Ziele nicht in die Quere kommen, ist das definitiv möglich.“ Im Vorjahr gewann Letzterer die 21. Etappe und triumphierte stilvoll auf den Champs-Élysées.
„Es ist zu früh zu sagen, dass er die Massensprints anfahren wird. Bei allem Respekt vor den Fahrern hier: Die Tour hat ein anderes Niveau an Sprintern. Dort werden Fahrer sein, die von Natur aus deutlich schneller sind“, schloss Wynants.