Amstel Gold Race 2026: Streckenprofil und Route

Radsport
Sonntag, 12 April 2026 um 19:00
Profil der Amstel Gold Race 2026
Am 19.04. stellt sich das Männer-Peloton der ersten von drei Ardennenklassikern. Es ist ein Eintagesrennen der WorldTour und das renommierteste Rennen auf niederländischem Boden. Die Amstel Gold Race! Wir blicken auf das Profil, der Start ist für 11:10 Uhr, das Ziel für 17:10 Uhr MESZ erwartet.
Die Premiere fand 1966 statt, als der Franzose Jean Stablinski in den Straßen von Limburg siegte. Wenige Jahre später holte Eddy Merckx zwei Erfolge. Jan Raas gewann legendär fünfmal – fast durchgehend in den 70ern und 80ern, unterbrochen nur von Bernard Hinault. Für die Niederlande triumphierten auch Joop Zoetemelk und Adrie van der Poel, dessen Sohn Mathieu 2019 einen ikonischen Sieg feierte, der weit über die Radszene hinausstrahlte.
Es ist ein hügeliges Rennen, das nicht immer von reinen Klassiker-Spezialisten entschieden wurde – selbst Erik Zabel steht in der Siegerliste. Viele große Namen wurden hier gekrönt, allen voran Philippe Gilbert, einst „König des Caubergs“, als der Anstieg das Finale bildete. Heute ist das Rennen offener, doch die Siegerliste ist, wenn überhaupt, noch glanzvoller geworden.
Wout Van Aert, Michal Kwiatkowski, Tadej Pogacar, Tom Pidcock und Mattias Skjelmose holten die jüngsten Erfolge. 2025 gewann der Däne sensationell, als er Pogacar und Remco Evenepoel im Dreiersprint bezwang – der Höhepunkt der Ardennen-Woche.

Streckenprofil: Maastricht - Berg en Terblijt

Profil der Amstel Gold Race 2026
Maatricht - Berg en Terblijt, 257 Kilometer
Wie immer ein Ausdauer-Rennen. Rund um Valkenburg geht es nie lange bergauf, dafür über Dutzende kurze Anstiege. Mehr als 3400 Höhenmeter machen die vermeintlich „mildeste“ der Ardennenprüfungen dennoch zu einem Klassiker für Puncheure – und für Fahrer, die auch in den Kopfsteinpflasterklassikern glänzen.
257 Kilometer stehen auf dem Menü. Ein Härtetest mit kurzen, aber wiederholten Anstiegen in Limburg – einer der eigenständigsten Tage der Saison. Es ist der erste der drei Ardennenklassiker und derjenige, der Rouleuren und Fahrern entgegenkommt, die direkt aus der Kopfsteinpflaster-Kampagne kommen.
Die Anstiege reihen sich den ganzen Tag aneinander. Ernsthafte Aktionen sind vor der Schlussstunde jedoch unwahrscheinlich, denn es ist entscheidend, möglichst wenige Körner zu verbrauchen, um im Finale noch Beine zu haben.
Gulperberg (47 km vor dem Ziel; 600 m mit 6 %), Kruisberg (42,5 km vor dem Ziel; 700 m mit 7,3 %), Eyserbosweg (40 km vor dem Ziel; 1,1 km mit 7,6 %), Fromberg (36 km vor dem Ziel; 1,7 km mit 3,8 %) und der Keutenberg (31,5 km vor dem Ziel; 1,6 km mit 5,2 %) bereiten das Finale vor und könnten erste Attacken sehen. Einerseits in Erwartung des Caubergs, andererseits, weil Favoriten das richtige Timing für eine Vorentscheidung finden könnten. Jeder Anstieg bietet eine Chance, und in diesen 16 Kilometern ist viel Offensive zu erwarten, da das Rennen schwer zu kontrollieren ist.
Der Cauberg wartet 22 Kilometer vor dem Ziel. Früher beschloss er das Rennen, und auch dieses Jahr tut er das wieder – allerdings nicht bei dieser Passage. 800 Meter mit 6,5 %, danach folgen wellige Straßen, auf denen Unterschiede zu machen schwierig ist. Mit 17 km verbleibend geht es über den Geulhemmerberg (900 Meter; 5,7 %), anschließend mit 10 km Rest über den Bemelerberg: nur 500 Meter mit 5,6 %. Er war einst der Schlussanstieg, dient nun aber erneut als Übergang.
Dieses Jahr kehrt die Strecke zu einem traditionelleren Finale zurück, das weiterhin in Berg en Terblijt endet – direkt nach dem Cauberg. Eine sehr schnelle Abfahrt leitet in den Anstieg, dessen Kuppe 2 Kilometer vor dem Ziel erreicht wird. Die letzte Chance für Kletterer, Unterschiede zu machen, wenngleich auch der Schlussteil noch Raum für späte Vorstöße bietet, falls sich eine Gruppe hält.
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