Mitten in der 14. Etappe der
Tour de France 2026 fuhr
Tom Pidcock erneut virtuell aufs Podium. Der Brite hatte am Freitag mit einer Flucht sieben Minuten auf die Gesamtwertungskonkurrenz herausgefahren und war keine 24 Stunden später trotz seiner GC-Gewinne wieder in der Gruppe des Tages.
Als
Gesamtvierter schaffte es Pidcock in eine Gruppe von rund 37 Fahrern, während UAE Team Emirates - XRG dahinter das Tempo kontrollierte. Die Gruppe zerfiel, als mehrere Fahrer um den Etappensieg vorfuhren, während der Rest – darunter Pidcock – langsam wieder Richtung Peloton zurückfiel.
Vor dem Finale am Col du Haag gestellt, ordnete sich Pidcock bei den Klassementfahrern ein, um seine Position zu verteidigen. Wie schon am Col du Tourmalet auf Etappe 6 bekam er jedoch die langen Anstiege zu spüren und fiel im Kampf der Favoriten um den Tagessieg zurück.
Seine Präsenz in der Ausreißergruppe sorgte für Stirnrunzeln. Einige vermuteten, dass der zusätzliche Aufwand in der kleineren Gruppe in der ersten Rennhälfte ihm später schadete. Nach der Etappe räumte Pidcock ein, dass der Vorstoß ein Fehler gewesen sein könnte.
„Ich bin zur Gruppe rübergesprungen – wahrscheinlich ein Fehler, mit diesem letzten Anstieg“,
sagte Pidcock. „Aber na ja, egal.“
Ausreißer kamen nie richtig weg
Die Fluchtgruppe kam über die gesamte Etappe nie wirklich frei, erst recht nicht, solange Pidcock Teil der Spitzengruppe war. Der Brite gab zu, dass seine Anwesenheit die Zusammenarbeit beeinträchtigt haben könnte, da die Verfolger wegen ihm konsequent nachsetzten.
„Am Ende machte das alles schwieriger, weil es nicht wirklich rund lief – niemand wollte was machen“, sagte Pidcock.
Schließlich wurden die Angreifer am Schlussanstieg gestellt, als Richard Carapaz und Tobias Johannessen eingeholt wurden. Visma | Lease a Bike verschärfte im oberen Teil des Anstiegs, bevor Tadej Pogacars siegbringende Attacke die Abstände aufriss.
Pidcocks GC-Angriff gerät ins Stocken
Pidcock gehört zu den Top Ten, die im Elsass deutlich Zeit verloren, hält das aber für folgerichtig, als ihm am Col du Haag die Kräfte ausgingen.
Er ergänzte: „Am Ende ist Visma gefahren, wohl um es für UAE schwerer zu machen, aber die wären ohnehin ihr Tempo gefahren, also hat es eigentlich nichts verändert.
„Aber immerhin hatte ich so im Finale einen kleinen Vorsprung, nur hatte ich am letzten Anstieg nicht mehr viele Beine.“
Das Plateau de Solaison stellt den GC am Sonntag vor die nächste harte Prüfung. Vor Etappe 15 liegt Pidcock nun auf Rang neun der Gesamtwertung, 7:59 Minuten hinter dem Gelben Trikot Tadej Pogacar.