Radsport zählt seit Jahren zu den meistverfolgten Sportarten der Welt. Große Rennen, starke Teams und hohe Preisgelder haben es fest im Profi-Rennenkalender etabliert. Sponsoren und Medien sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit.
Auch Wettfreunde zeigen zunehmend Interesse. Die besten Plattformen für
Wetten bieten mittlerweile umfangreiche Angebote zu allen großen internationalen Wettbewerben, von Klassikern bis hin zu Bahn-Events.
Wie hoch das Niveau inzwischen ist, zeigte zuletzt der Tissot Track Cycling Challenge. Großbritannien holte dort 18 Medaillen, davon elf Mal Gold.
Britische Fahrerinnen bestimmen das Geschehen auf der Bahn
Das britische Frauenteam trat mit einer Klarheit auf, die kaum Fragen offenließ. In sämtlichen Elite-Wettbewerben, egal ob Sprint oder Ausdauer, gingen die Siege an Großbritannien. Jede finale Entscheidung wurde gewonnen, oft mit deutlichem Vorsprung. Die Konkurrenz hatte wenig Raum, um Druck aufzubauen.
Auffällig war vor allem die
Geschlossenheit des Teams. Die Fahrerinnen wirkten eingespielt, ruhig und körperlich auf hohem Niveau. Die Ergebnisse sind kein Zufall, sondern Ausdruck eines Programms, das stets Qualität hervorbringt.
Anna Morris setzt ein deutliches Ausrufezeichen
Anna Morris prägte das Wochenende wie keine andere. Als amtierende Welt‑, Europa‑ und nationale Meisterin in der Einzelverfolgung gewann sie gleich vier Wettbewerbe: Scratch, Punktefahren, Omnium und Madison. Im Madison fuhr sie gemeinsam mit Katie Archibald, eine Kombination, die von Beginn an funktionierte.
Morris zeigte vor allem ihre Vielseitigkeit. Sie kontrollierte Rennen, reagierte klug auf Attacken und setzte ihre Kraft genau dann ein, wenn es nötig war. Der komplette Durchmarsch in allen Frauenwettbewerben machte ihren Auftritt besonders bemerkenswert und bestätigte ihren Status an der Spitze der Ausdauerdisziplinen.
Sophie Capewell meldet sich eindrucksvoll zurück
Nach einer längeren Pause kehrte Sophie Capewell direkt mit zwei Goldmedaillen zurück. Die Olympiasiegerin im Teamsprint gewann sowohl den Einzel‑Sprint als auch das Keirin.
Gerade im Keirin zeigte sich die Dominanz der Britinnen deutlich: Lowri Thomas wurde Zweite, Lauren Bell komplettierte das Podium.
Auch die Männer liefern starke Resultate
Bei den Männern setzte sich das britische Team ebenfalls durch. Ollie Wood gewann das Punktefahren und das Omnium und zeigte dabei ein starkes Gefühl für Renndynamik und Timing. Ethan Vernon entschied sowohl den Ausscheidungswettbewerb als auch das Madison für sich.
Im Madison fuhr Vernon gemeinsam mit Lewis Askey, der nach sechs Jahren erstmals wieder auf der Bahn startete. Askey brachte sich schnell ein und trug entscheidend zum Sieg bei. Die Ergebnisse unterstreichen die Stärke des britischen Männerteams.
Das Event im Kontext
Die Tissot Track Cycling Challenge gehört zur UCI-Kategorie Class 1, ein wichtiges Rennen, das zwar unter Welt- und Kontinentalmeisterschaften liegt, aber deutlich über nationalen Meisterschaften. Viele Teams nutzen solche Wettbewerbe, um Abläufe zu testen und ihre Form einzuordnen.
Die Dominanz der Briten war unübersehbar. 18 Medaillen sprechen für sich; Frankreich auf Platz zwei kam auf gerade einmal vier, davon nur eine in Gold. Der Abstand war deutlich, nicht zufällig.
Das Niveau war hoch, die
Rennen eng. Für Großbritannien war es nicht nur ein Erfolg auf dem Papier, sondern auch ein klares Signal: Die Richtung stimmt, und das Fundament steht.