„Zumindest ergibt das Leiden jetzt Sinn“: Untersuchung zeigt, dass Erlend Blikra den Giro mit VIER Wirbelbrüchen fuhr

Radsport
Samstag, 13 Juni 2026 um 9:00
erlendblikra
Erlend Blikra startete den Giro d’Italia 2026 als einer der vielen Sprint-Außenseiter mit dem Ziel, die Favoriten Jonathan Milan und Paul Magnier zu überraschen, doch sein Rennen geriet bereits im Finale der Auftaktetappe in Burgas aus den Fugen.
Der enge Zielkurs in der bulgarischen Stadt führte zu einem Massensturz, in den mehrere Top-Sprinter verwickelt waren – darunter Blikra, der gemeinsam mit Matteo Moschetti als Letzter die Linie überquerte; Moschetti trat am Folgetag nicht mehr an. Blikra selbst trug deutliche Blessuren davon, entschied sich aber weiterzufahren – in der Hoffnung auf kommende Sprintfinals.
Und der norwegische Schnellmann behauptete sich beachtlich: Platz sechs im nächsten bulgarischen Sprint in Sofia, dazu beinahe ein weiteres Top-10-Resultat im von Stürzen geprägten Finale in Neapel.
Abseits davon litt Blikra an jedem Klettertag enorm, um überhaupt das Ziel, geschweige denn die Karenzzeit, zu erreichen. Das hielt bis zur 11. Etappe an, einer schnellen Hügeletappe nach Chiavari, auf der er früh den Anschluss an das Peloton verlor und trotz Hilfe seiner Teamkollegen die Zeitlimitgrenze um eine Minute riss. Ein Moment zwischen Ärger und Erleichterung.

Eine Grand Tour mit vier Frakturen

Während der Rundfahrt klagte Blikra immer wieder über Rückenschmerzen, zurückgehend auf den folgenschweren Sturz der 1. Etappe. Erst später wurde klar, dass Blikra mit gleich vier (!) Frakturen durch Italien fuhr:
„Untersuchungen nach meinem Sturz auf der ersten Giro-d’Italia-Etappe haben drei Frakturen im unteren Rücken und eine gebrochene Rippe ergeben“, erklärte er in einem Instagram-Post.
„Nicht die Antwort, auf die ich gehofft hatte, aber zumindest ergibt der Kampf jetzt Sinn“, so Blikra weiter. „Der Fokus liegt nun auf der Genesung. Das bedeutet erst einmal keine Rennen, aber ich werde alles tun, um so schnell wie möglich zurückzukehren“, fügte der schnelle Mann von Uno-X Mobility an.
Aktuell ist Blikra für den Start bei der Vuelta a España gegen Ende des Sommers vorgesehen, erneut als designierter Mann von Uno-X für die Massensprints. Sein Fahrplan dorthin ist derzeit offen, fest steht jedoch: Zuerst hat die Regeneration Priorität.
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