Middelkerke–Wevelgem hat reichlich Action geliefert, als Mathieu van der Poel und
Wout van Aert zum Angriff bliesen. Am letzten Anstieg des Kemmelbergs bekam ein Fan das Spektakel aus nächster Nähe zu sehen, als ihn Van Aert mit dem Kopf touchierte, während er am Rand des Kopfsteinpflasters versuchte, dem Niederländer zu folgen.
Es war ein Moment, den die TV-Bilder nicht einfingen, dafür jedoch ein Fotograf am mythischen Flandrien-Berg. Bei den steilen Rampen und dem am Straßenrand etwas glatteren Belag nutzen die Fahrer jede verfügbare Linie, um Tempo zu machen. Dabei kam der Fahrer von
Team Visma | Lease a Bike mit einem Fan in Kontakt.
„Beim letzten Durchfahren des Kemmelbergs hatte ich mir zusammen mit meiner Tochter, die knapp unter mir stand, einen schönen Platz gesucht“, sagte der Fan, nachdem er identifiziert und von
Sporza interviewt worden war.
„Mathieu kam zuerst vorbei. Als ich mich umdrehte, um Wout zu sehen, war er schon da und ich berührte ihn leicht. Auf dem Foto sieht es so aus, als hätte ich ihn voll mit der Nase getroffen, aber es war eher in der Drehbewegung.“
Sieht schmerzhaft aus, ist es aber nicht
Das Bild,
aufgenommen von Chris Hauld, verbreitete sich rasch in den sozialen Netzwerken und bannte einen Moment, der in einem Wimpernschlag passierte. Der Zusammenprall wirkt wegen des Aufpralls auf die Nase recht schmerzhaft, doch der Fan verneint einen harten Treffer: „Es gibt überhaupt keinen Schaden. In dem Moment habe ich kaum etwas gespürt.“
Es war lediglich eine leichte Berührung. Doch sein Gesicht ging in Flandern sofort herum. „Plötzlich bekam ich Nachricht um Nachricht mit dem Foto. Mir war nicht sofort klar, dass es viral gegangen war. Ich habe mich vorsichtshalber per Instagram bei ihm entschuldigt. Es war nie meine Absicht, ihn zu berühren.“
Dennoch führt der – harmlose und mit etwas Humor zu nehmende – Vorfall das Thema der Nähe der Fans zu den Fahrern vor Augen, die beide Seiten gefährden und auch starke Auswirkungen auf Rennverläufe haben kann.
„Ich stand ordentlich mit den Händen hinter den Gittern, habe die Situation aber einen Moment falsch eingeschätzt. Beim nächsten Mal passe ich besser auf. Selbst wenn man meint, sicher zu stehen, muss man vorsichtig sein.“