„Ein großer Tag für mich“ – Giulio Pellizzari bietet Van der Poel und Del Toro auf den Schotterpassagen von Tirreno–Adriatico die Stirn

Radsport
durch Nic Gayer
Mittwoch, 11 März 2026 um 11:30
Mathieu van der Poel, Giulio Pellizzari and Isaac del Toro
Giulio Pellizzari zählte zu den großen Entdeckungen der chaotischen zweiten Etappe der Tirreno-Adriatico. Der Italiener konterte die Attacken von Mathieu van der Poel und Isaac del Toro und sprintete nach einem dramatischen Schotterfinale in San Gimignano auf Rang drei.
Die 206 Kilometer ab Camaiore verliefen lange unter Kontrolle des Feldes. Doch einsetzender Regen verwandelte die toskanischen Strade Bianche plötzlich in den entscheidenden Faktor des Rennens. Auf einem der Schottersektoren setzte Van der Poel schließlich die Attacke, die das Rennen endgültig sprengte.

Pellizzari reflektiert die entscheidende Schotterattacke

Nur wenige Fahrer konnten dem Niederländer folgen. Del Toro reagierte als Erster und schloss die Lücke, kurz darauf kämpfte sich auch Pellizzari nach vorn. Während das Rennen auf dem rutschigen sterrato in mehrere Gruppen zerfiel, setzte sich an der Spitze ein kleines, aber hochklassiges Trio ab.
Giulio Pellizzari vor der zweiten Etappe von Tirreno-Adriatico 2026
Giulio Pellizzari vor der zweiten Etappe von Tirreno-Adriatico 2026
Schnell wurde klar: Der Tagessieg würde unter diesen drei Fahrern entschieden. Auf dem Weg zur steilen, kopfsteingepflasterten Zielrampe nach San Gimignano vergrößerte die Spitzengruppe ihren Vorsprung und ließ dem restlichen Feld keine Chance mehr, zurückzukehren.
Für Pellizzari bedeutete dieser Moment zugleich die Belohnung für die starke Arbeit seines Teams Red Bull - BORA - hansgrohe, das seine Kapitäne vor dem Schotterabschnitt ideal positioniert hatte.
„Heute war es ein großer Tag für mich und für das ganze Team“, sagte Pellizzari nach dem Rennen. „Wir sind mit Primoz, Gianni und den Jungs in perfekter Position in den Schotter gefahren, alle haben richtig stark gearbeitet, um uns vorn zu halten.“
Als das Rennen auf dem sterrato explodierte, reagierte der Italiener sofort und schloss sich der entscheidenden Gruppe an der Spitze an. „In den letzten Kilometern sind wir Vollgas gefahren und haben versucht, die Etappe zu gewinnen.“

Sprint auf dem Kopfsteinpflaster entscheidet die Etappe

Das Trio verteidigte seinen Vorsprung bis nach San Gimignano, wo die steile, kopfsteingepflasterte Rampe zur Ziellinie zum finalen Härtetest wurde.
Pellizzari eröffnete den Sprint bergauf und beschleunigte früh, um seine Rivalen auf den letzten Metern zu überraschen.
Doch Van der Poel zog kurz vor der Linie noch vorbei und sicherte sich den Etappensieg. Del Toro belegte Rang zwei, während Pellizzari nach einer mutigen und offensiven Schlussphase das Podium komplettierte. „Heute hat nicht viel gefehlt“, sagte der Italiener danach.

Ermutigendes Zeichen für Red Bull - BORA - hansgrohe

Auch wenn Pellizzari nur knapp am Sieg vorbeifuhr, gibt der Auftritt dem Team Red Bull - BORA - hansgrohe viel Zuversicht für den weiteren Verlauf der Rundfahrt.
Teamkapitän Primoz Roglic erreichte das Ziel sicher im Peloton hinter dem Führungstrio und liegt vor den kommenden Etappen weiterhin gut in der Gesamtwertung.
Für Pellizzari selbst bedeutet das Podium auf heimischen Straßen einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Entwicklung. Der junge Italiener etabliert sich zunehmend in anspruchsvollen Rennfinales. „Es sind noch fünf Etappen, und wir werden weiter angreifen“, sagte er.
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