Als Freiluftsport sind Straßenradsportler dem Wetter ausgeliefert. Mal eisig und strömender Regen, mal brütende Hitze. Die erste Woche der
Tour de France 2026 erlebt eindeutig Letzteres, mit Temperaturen bis 40 °C im heutigen Zielort Foix.
UCI in der Pflicht
Natürlich gibt es ein Extremwetter-Protokoll zum Schutz der Athleten vor gesundheitsgefährdenden Bedingungen, doch laut Jury bestand heute kein Anlass zum Eingreifen.
Für die Teams heißt das nur eines: annehmen, anpassen, durchkommen. Kalte Trinkflaschen und Eisstrümpfe waren Dauerbrenner, die Sportlichen Leiter im Teamwagen rechneten bei solchen Bedingungen mit über 100 Kilogramm Eis. Beim Team Red Bull - BORA - hansgrohe war es nicht anders.
„Ich finde, das gehört zum Spiel“, ordnete
Ralph Denk im Interview mit
Cyclism'Actu ruhig ein. „Auch hier, in der dritten Etappe, weiß jeder, dass es heiß ist. Und was kann man machen? Ja, es ist ein Rennen, also kann man sagen, was man will, aber es liegt nicht an den Teams, jedes Rennen zu verkürzen oder abzusagen, das ist Aufgabe der Organisatoren.“
Viel mehr können die Teams dem Rennen unter großer Hitze nicht entgegensetzen – außer einem Streik. Doch weder Fans noch Organisatoren, und im Grunde auch nicht die Fahrer, wollen den Wettkampf stoppen.
Eine solche Entscheidung müsse von der UCI selbst kommen, erklärt Ralph Denk: „Das ist eine offene Diskussion, aber sie muss wirklich im Gesamten geführt werden, nicht hier ad hoc entschieden. Wenn wir das so handhaben, ist es sicher der falsche Ansatz. Ich kann nichts entscheiden. In erster Linie sind UCI und Organisatoren am Zug. Wir sind nur beteiligt.“