Nach den Hochgebirgen der 6. Etappe der
Tour de France kommen am Freitag die Sprinter zu ihrem Recht. Olav Kooij gewann seinen ersten Massensprint bei der Grande Boucle, nun lauern
Tim Merlier und Jasper Philipsen auf Revanche.
Auf Etappe 5 flog der Decathlon CMA CGM-Profi zu einem überzeugenden Sieg. Stürze prägten das Finale und reduzierten das Feld, doch die großen Anfahrzüge von Alpecin - Premier Tech und
Soudal Quick-Step mussten sich Kooijs explosivem Finish geschlagen geben.
Vor allem Merlier blieb unter seinen Ansprüchen, wurde Dritter und lag deutlich hinter Kooij. Vor der zweiten Chance am Freitag trifft den Belgier nun ein herber Rückschlag, auch wenn er sich fest vornimmt, die Enttäuschung wettzumachen.
Der Dämpfer:
Bert van Lerberghe stieg auf der
6. Etappe rund 60 Kilometer vor dem Ziel aus. Die genaue Ursache ist unklar, allerdings war er im Finale der 5. Etappe in einen Sturz verwickelt.
Fest steht jedoch: Merlier muss am Freitagabend ohne seinen rechten Handlanger auskommen.
Merlier meldet sich nach Aufgabe seines Anfahrers in den sozialen Medien
Der Belgier war in den vergangenen Saisons Mergliers letzter Mann in hektischen Sprintfinals. Als eingespieltes Duo sammelten die beiden gemeinsam zahlreiche Siege.
Auf
Instagram schrieb Merlier: „Harte Tage im Büro. Traurig, Bert die Tour verlassen zu sehen. Wir greifen heute an und hoffen, dich stolz zu machen.“
Das Ziel am Freitag liegt in Bordeaux, die Etappe misst 175 Kilometer und enthält nur einen größeren Härtetest für die schnellen Männer – einen 1,4 Kilometer langen Anstieg der Kategorie 4 mit einer durchschnittlichen Steigung von knapp unter einem Prozent. Der Gipfel liegt jedoch 38 Kilometer vor dem Ziel, was Ausreißern das Leben schwer macht und die Sprintzüge klar bevorteilt.