Wout van Aert hat jede Spekulation über einen Sprint-Kapitänsstreit bei Visma - Lease a Bike bei der Vuelta a España 2026 unmissverständlich beendet. Mit dem Belgier sowie
Matthew Brennan und Christophe Laporte im Aufgebot ist das niederländische Team bei der Spanien-Rundfahrt mit schnellen Männern bestens besetzt.
Trotz Brennans entschlossenem
Bergaufsprint auf Etappe 2, der ihm am Sonntag seinen ersten Grand-Tour-Etappensieg einbrachte, wird jede Zielankunft nach hartem Parcours sicher die Aufmerksamkeit des Paris-Roubaix-Siegers Van Aert wecken.
Da die Etappe 5 am Mittwoch einige kurze Anstiege vor einem flachen Sprint zur Linie bietet, legte Van Aert die Visma-Hierarchie für den Tag – und womöglich für den Rest der Vuelta – offen. Zunächst erwartet er jedoch einen Schlagabtausch der Teams, die sie abhängen und das Trio vom Finale fernhalten wollen.
„Es bleibt abzuwarten, wie unser Plan aussieht. Auf jeden Fall müssen wir bereit sein, denn jeder weiß, dass diese Anstiege kommen“, sagte Van Aert vor dem Start zu HLN
.Teams wollen Brennan und Visma abhängen
„Es wird wohl auch Mannschaften geben, die versuchen, uns zu lösen, also müssen wir wachsam sein.“
Van Aert lieferte eine klare Einordnung der Visma-Rollen, falls es zum Sprint kommt. Er stellte Brennan als Trumpf heraus und deutete an, dass er und Laporte den jungen Briten anfahren würden – mit dem Hinweis, dass dessen Kletterhärte ein wesentlicher Vorteil sei.
Er ergänzte: „In einer Etappe wie heute ist es simpel: Wenn Matthew noch dabei ist, ist er der Schnellste im Team und unsere beste Siegchance. Es ist ein riesiger Vorteil für uns, dass er solche Anstiege überlebt und im Finale schnell ist.“
Brennan gewinnt Etappe 2 nach frühem Van-Aert-Angriff
Auf Etappe 2 setzte Van Aert den ersten Stich in Richtung Etappenerfolg, als er am steilsten Abschnitt des Anstiegs attackierte und nur von Tadej Pogacar gefolgt wurde.
Da Van Aerts Angriff letztlich zu einer späten Regruppierung führte und fast als Ablenkung diente, behielt Visma die Übersicht. Laporte tauchte mit Brennan am Hinterrad auf und hielt das Tempo hoch.
Brennan machte schließlich den Deckel drauf, ließ Pau Miquel, Tadej Pogacar und Mads Pedersen hinter sich und feierte einen klaren Sieg. Er kündigte sich damit offiziell als Grand-Tour-Etappensieger an – am erst zweiten Renntag seiner Karriere auf dieser Bühne.