João Almeida wurde im vergangenen Jahr Zweiter bei der Vuelta a España und ging als bestplatzierter Fahrer in die diesjährige Ausgabe. Doch die ersten Renntage zeigen einen Portugiesen auf ganz anderem Niveau,
der bereits auf der ersten Bergetappe komplett aus der Gesamtwertung fiel.
Ein schlechter Tag wirft Almeida aus der Gesamtwertung
Auf Etappe 1 präsentierte sich Almeida noch stark, und auf Etappe 3 blieb nach dem Abbruch alles beim Alten. Etappe 4 brachte dann die erste ununterbrochene Kletterprüfung des Rennens.
Zu Hause für Almeida zwar, doch beim Grenzübertritt nach Andorra lag er bereits Minuten hinter dem Peloton.
„Ich wollte vor allem ein gutes Tempo fahren. Ich fühlte mich nicht gut, hatte dann aber auch zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt einen Platten, direkt bevor ich über mein Rad abgestiegen bin“, erinnerte er sich. „Ich bin im Gebüsch verschwunden, ein Zurückkommen war unmöglich“, sagte Almeida heute Morgen im Vorstart-Interview, berichtet von
Domestique.
Almeida war als wichtigster Helfer von
Tadej Pogacar bei der Spanien-Rundfahrt eingeplant. Seine Saison wurde durch eine Virusinfektion im März entgleist, seither fand er nicht zu alter Form.
Nachdem er am Port d’Envalira abgehängt wurde, kehrte Almeida nicht mehr ins von Decathlon CMA CGM Team angeführte Feld zurück, sondern blieb in einem der großen Gruppetti.
„Ich glaube, die Gruppe wurde einfach immer größer und größer. Wir wussten in etwa, wie viel Puffer wir im Ziel noch hatten, ich denke, es war alles unter Kontrolle“, sagte er, obwohl im Verbund sogar Sorgen um das Zeitlimit kursierten.
„Andererseits war die Gruppe so groß, dass wir dachten, unmöglich schicken sie uns alle aus dem Rennen, sonst wäre es vorbei. Das Tempo war durchgehend ordentlich. Selbst in den Abfahrten sind wir gewisse Risiken eingegangen, aber nichts Außergewöhnliches.“
João Almeida ist aus der Gesamtwertung raus und konzentriert sich bei der Vuelta auf Tadej Pogacar
Ist ein Etappensieg Almeidas Ziel
Almeida startete an diesem Mittwochmorgen in Etappe 5 mit völlig anderer Ausrichtung. Die Gesamtwertung ist nach 22 Minuten Rückstand in Andorra keine Option mehr; die Arbeit für Tadej Pogacar hat nun Priorität.
Pogacar hat die Vuelta bislang dominiert und dürfte dies fortsetzen. In den kommenden Wochen bieten sich dem Team zahlreiche Chancen auf Etappensiege. Doch Almeida betont, dass das Team nicht jeden Tag gewinnen muss.
„Es ist immer eine Chance, aber es ist dieses Jahr noch ein weiter Weg bis Granada. Viele Etappen sind tückisch wie heute, daher müssen wir als Team fokussiert bleiben, und das Ziel ist das Rote Trikot. Ich denke, mit Tadej holen wir reichlich Etappensiege. Wir müssen nicht jede einzelne nehmen.“
„Wir sind einfach entspannt, weil wir einen so starken Leader haben, und wir sind als Team komplett fokussiert“, versichert er. „Wir müssen nur unsere Arbeit machen, dann kommt der Rest von allein.“