Die Tour of Guangxi ist das letzte World Tour-Rennen der Saison und findet zwischen dem 15. und 20. Oktober statt. Das Peloton wird in China das letzte Etappenrennen der Saison bestreiten, das aber für viele noch wichtig sein wird. Wir geben eine Vorschau auf Etappe 5.
Die Königinnen-Etappe. An diesem Tag gibt es absolut nichts Kompliziertes, es ist eine fast flache Etappe am fünften Tag des Rennens in China, die dann ein explosives Finale bietet, bei dem die Fahrer in der Vergangenheit über die Ziellinie gekrochen sind... Der vielleicht am meisten unterschätzte steile Anstieg im WorldTour-Kalender.
Nach 160 Rennkilometern erreichen die Fahrer den Fuß des Anstiegs zum Nongla Scenic Spot. Der Anstieg ist 4,4 Kilometer lang und hat eine durchschnittliche Steigung von etwa 7 %. Der Anstieg ist nicht allzu schwer, aber er ist zweigeteilt und beginnt und endet steil, mit einem flachen Abschnitt in der Mitte. Der letzte Kilometer ist jedoch sehr steil mit Rampen von über 10 % bis zur Ziellinie, eine anaerobe Anstrengung, die vielleicht für Puncheure und Kletterer gleichermaßen geeignet ist
Etappe 5: Yizhou - Nongla Scenic Spot, 166,3 Kilometer
Vorhersage Tour of Guangxi 2024 Etappe 5:
*** Pavel Sivakov, Lennert Van Eetvelt ** Oscar Onley, Alexey Lutsenko, Koen Bouwman * Joseph Blackmore, Quinn Simmons, Tim Wellens
Auswahl: Oscar Onley
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.