Die Clásica Jaén Paraíso Interior findet am 16.02. statt und gehört zu den markantesten Rennen im Kalender. Das spanische Eintagesrennen ist das ganzjährige Pendant zu Strade Bianche und bietet unmittelbar vor dem italienischen Klassiker eine seltene Chance, auf Schotter und steilen Rampen zu testen. Hier ist unsere
Vorschau.
Die Aufnahme der Clásica Jaén Paraíso Interior in den Kalender war ein voller Erfolg. Zahlreiche Schottersektoren sorgen für eine besondere Frühform-Prüfung. Für manche ist sie ein erklärtes Ziel, für andere die spezifischste Vorbereitung auf Strade Bianche – eingebettet zwischen weiteren spanischen Rennen im gleichen Zeitraum.
Alexey Lutsenko gewann die Premiere 2022, 2023 setzte sich Tadej Pogačar durch und rückte das Rennen kurzzeitig ins absolute Rampenlicht. 2024 triumphierte Oier Lazkano nach einer Durchbruchsvorstellung aus der Flucht – eine Leistung, die nach seiner UCI-Sperre anders bewertet wird –, während vor 12 Monaten Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski mit einem starken Comeback-Sieg glänzte.
Streckenprofil: Úbeda - Úbeda
Úbeda - Úbeda, 154,8 Kilometer
Die Strecke misst nur 154 Kilometer, ist aber äußerst anspruchsvoll. 2.300 Höhenmeter, klassische spanische „rompepiernas“-Straßen, kombiniert mit Schotterpassagen und einem Schlussanstieg. In den letzten 55 Kilometern kann die Entscheidung fast überall fallen.
Etwa 28 Kilometer führen über Schotter, sämtlich in der zweiten Rennhälfte. Darunter sind Anstiege, Abfahrten und alles dazwischen. Der längste Sektor, der nahezu mit der Zielpassage zusammenfällt, misst über 7 Kilometer.
Der finale Anstieg direkt nach dem letzten Schotterabschnitt ist 3 Kilometer lang und im Schnitt 5 % steil. Wer zuvor nicht wegkommt, kann hier den Unterschied machen – umgekehrt können Fahrer nach vorherigen Schwierigkeiten am Schlussberg noch einmal zurückschlagen.
Prognose Clásica Jaén Paraíso Interior 2026
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Tom Pidcock,
Tim Wellens** Jan Christen, Iván Romeo, Giulio Pellizzari
* Roger Adrià, Jon Barrenetxea, Pello Bilbao, Matej Mohorič, Gianni Vermeersch, Maxim van Gils, Quinten Hermans, Lukas Kubis, Héctor Alvaréz
Tipp: Tom Pidcock
Wie: Solosieg
Original: Rúben Silva