„Vielleicht tausche ich in Amstel die Rollen mit Mauro Schmid“ – Anders Foldager katapultiert sich mit seinem Sieg beim Brabantse Pijl ins Rampenlicht

Radsport
Freitag, 17 April 2026 um 18:45
AndersFoldager1
Die Brabantse Pijl 2026 wurde in einem Massensprint entschieden – ungewöhnlich für den belgischen Klassiker, aber keineswegs ohne Beispiel. In einem Rennen, in dem die Stärksten ihre Karten offenlegten, spielten die Dynamiken am Ende den schnellen Männern in die Hände, besonders jenen, die sich klug aus dem Wind hielten. Anders Foldager nutzte diese Rolle perfekt und feierte den größten Sieg seiner Karriere.
Jayco hatte mehrere Optionen, darunter den Dänen selbst, Mauro Schmid und Davide De Pretto – allesamt endschnelle Klassiker-Spezialisten. Da das australische Team keinen Fahrer in die sechsköpfige Spitzengruppe bringen konnte, lag ihre beste Chance im Sprint.
Mauro Schmid opferte seine eigenen Ambitionen, um in den Schlusskilometern die Lücke zu schließen – eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies. Selten fügen sich die Teile im Profiradsport so nahtlos wie an diesem Freitag zusammen, denn der anschließend isolierte Foldager rechtfertigte Schmids Arbeit eindrucksvoll.
„Dieses Rennen ist sehr punchig, hart und nicht zu lang. Solche Sprints liegen mir auch sehr gut, obwohl ich vor dem Schlussanstieg eigentlich zu weit hinten war. Als ich es nach vorn geschafft hatte, blieb mir nur, den Kopf runterzunehmen und Vollgas zu sprinten.“
Es war zudem ein starker Triumph vor großen Namen wie Quinten Hermans, Benoît Cosnefroy und Romain Grégoire, was seinen Erfolg weiter aufwertet. „Das bedeutet mir viel. Wie gesagt, das ist der größte Sieg meiner Karriere. Er zeigt mir und dem Team, dass ich das Niveau habe, um in diesem Rennprofil mitzufahren.“

Helferrolle für Mauro Schmid beim Amstel Gold Race

Nach einem Etappensieg bei der Tour of Slovakia 2024 war dies der zweite seiner Laufbahn und ohne Zweifel sein bislang bestes Resultat. Beim Amstel Gold Race wird er nun als Außenseiter gehandelt, ist jedoch nicht die erste Option des australischen Teams.
„Ich hoffe, dass ich es auch bei der Amstel zeigen kann, aber vielleicht tausche ich dort auch die Rollen mit Mauro [Schmid] und arbeite für ihn. Natürlich träume ich davon, dieses Rennen eines Tages zu gewinnen, aber ich denke, ich muss noch ein paar Schritte machen, um dieses Niveau zu erreichen.“
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