Paul Seixas hat am Sonntag seine erste
Tour de France begonnen. Nach zwei Monaten Funkstille um seinen nächsten Vertrag sind die Gerüchte und Berichte mit Wucht zurück. Zwischen nie dagewesenen Gehaltsdimensionen und einem möglichen
Wechsel zu Visma mit Jonas Vingegaard als Mentor ranken sich zahlreiche Spekulationen um den Franzosen. Nun bezieht er Stellung.
Falschinformationen in den Seixas-Gerüchten?
Der 19-Jährige galt schon früh als Ausnahmetalent. In einem französischen Umfeld, mit großen Zukunftsambitionen und wachsendem Budget, war es Decathlon, das ihn für sein Profidebüt unter Vertrag nahm. Sein Aufstieg im Profi-Peloton verlief rasant.
Sein Vertrag läuft Ende 2027 aus. Seixas wird als künftiger Tour-de-France-Sieger gehandelt und ist trotz seines extrem jungen Alters bereits absoluter Kapitän – im Vergleich zu seinen Rivalen eine Ausnahme. Wie im Laufe des Jahres berichtet, gab es Gespräche zwischen Seixas’ Agentur und mehreren Teams, doch bislang ist nichts Konkretes und kein Deal in Sicht.
Pinarello - Q36.5 Pro Cycling Team soll ein Gehalt von 13 Millionen Euro geboten haben; UAE Team Emirates - XRG lud Seixas’ Bruder Nino zu einem Winter-Trainingslager ein; und in dieser Woche betonte Team-Visma-|-Lease-a-Bike-CEO Richard Plugge, dass man neben dem klaren Interesse auch die Erfahrung eines Tour-de-France-Siegers wie Jonas Vingegaard einbringen könne, um ihn zu unterstützen.
Wie geht Seixas mit 19 mit all der Spekulation um? „Ich habe keine sozialen Medien (auf meinem Telefon), also bekomme ich wenig mit“, sagte er am Nachmittag in Pau bei FranceTV nach der Etappe. „Vieles von dem, was ich gehört habe, ist falsch. Als ich manche Informationen sah, dachte ich: ‚Wirklich?‘“
Noch keine Entscheidung beim französischen Shootingstar
Es ist kein Geheimnis, dass alle Top-Teams Seixas verpflichten wollen. Sein nächster Vertrag dürfte langfristig ausfallen und die kommenden Jahre im Profiradsport prägen. Eine große Entscheidung, und Decathlon mischt mit: Das Budget ist auf 40 Millionen Euro gewachsen, zudem sollen 2027 Pavel Sivakov und Ben O’Connor den Kletterblock verstärken.
„Es gibt definitiv viel Aufregung, das kann ich nicht leugnen… Ich habe nächstes Jahr noch ein gutes Jahr mit dem Team vor mir, um in Ruhe zu überlegen, was ich mit meiner Zukunft mache“, versicherte Seixas.
Erwartbar war, dass während der Tour de France, dem größten Sportereignis des Landes, das Thema wieder hochkocht – Seixas’ Zukunft ist eine der großen laufenden Geschichten. Vorerst fühlt er sich jedoch gut aufgehoben: „Und innerhalb des Teams sieht man, dass ich gut unterstützt werde.“