Venezuela in der Krise: Findet die Vuelta al Táchira wirklich statt in San Cristobal?

Radsport
Dienstag, 06 Januar 2026 um 20:00
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Abseits der Radsportwelt war es eine Woche voller geopolitischer Schlagzeilen. Die USA starteten eine Luftinvasion in Venezuela und nahmen dessen Staatschef Nicolás Maduro fest, der inzwischen in die Vereinigten Staaten von Amerika überstellt wurde, um vor Gericht zu stehen. Was bedeutet das für das wichtigste Rennen des Landes, die Vuelta al Táchira? Offenbar nichts, denn sie dürfte in den kommenden Wochen wie geplant stattfinden.

Vuelta al Táchira trotz US-Invasion

Profi-Radrennen in der Nähe aktiver Konfliktzonen sind seit dem vergangenen Jahr ein Thema. Allerdings lässt sich argumentieren, dass die Lage eine andere ist als beim Tour du Rwanda im Vorjahr. Damals fuhren und übernachteten die Teams nur wenige Dutzend Kilometer von den Gebieten entfernt, in denen die von Ruanda unterstützte M23-Bewegung im benachbarten Kongo Kriegshandlungen verübte.
In Venezuelas Fall wird derzeit nicht in Caracas gekämpft, jedoch überflogen vor wenigen Tagen amerikanische Hubschrauber die Hauptstadt, während Raketen auf mehrere Ziele im Land gerichtet waren. Die Lage ist in Bewegung. Auch wenn das Rennen und seine Fahrer nicht unmittelbar bedroht sein mögen, bereiten die Reiseumstände mehreren ausländischen Teams, die nach Venezuela anreisen wollen, Sorgen. Die Entwicklung könnte das Rennen zudem jederzeit gefährden oder zu einer Absage zwingen.
Rennleiter Josmer Cuadros sagte gegenüber ACN, „die Vuelta al Táchira findet ohne Änderungen statt und ab dem kommenden Mittwoch werden wir die ersten ausländischen Teams in San Cristóbal begrüßen. Es gibt keine Anpassungen an der Streckenführung der zehn Etappen, und José Gregorio Freites, die alleinige Autorität des Sports in Táchira, steht in ständigem Kontakt mit den Verantwortlichen der Sicherheitsoperation, um das Rennen ohne Rückschläge durchzuführen“.
Wenn alles nach Plan läuft, beginnt die Rundfahrt am Freitag, 09.01., in San Cristóbal. Der Großteil verläuft zwischen dort und der Stadt Mérida bis zum 18.01. Sie ist das erste offizielle UCI-Etappenrennen des Jahres.
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