Die Dynamik der Vuelta a España 2026 hat sich am vergangenen Wochenende drastisch verändert, vor allem wegen
Tadej Pogacars Aufgabe. Plötzlich rücken viele Fahrer, die den Gesamtsieg innerlich bereits abgehakt hatten, wieder ins Bild – und
Mattias Skjelmose hatte gehofft, dazu zu gehören.
Die neunte Etappe wurde für den Dänen jedoch zur Enttäuschung. Er konnte gerade so mit den Besten mithalten und kam schließlich als Sechster ins Ziel – exakt die Position, die er nach dem ersten Rennblock auch in der
Gesamtwertung belegt.
Gleichzeitig sorgt Pogacars Fehlen dafür, dass Skjelmose das Rennen nun deutlich spannender findet: Es öffnen sich ganz neue taktische Möglichkeiten und Szenerien, in denen alles passieren kann.
Die neunte Etappe lieferte das beste Beispiel: Am Alto de Aitana hagelte es Attacken ohne Unterlass, am Ende setzte sich der neue Träger des Roten Trikots, Enric Mas, durch. In den letzten fünf Kilometern hätten mit etwas Glück gut zehn Fahrer den Tagessieg holen können.
„Man spürt richtig, dass Tadej weg ist“, sagte der
Lidl-Trek-Profi nach der neunten Etappe bei TV 2 Sport. „Es wird extrem taktisch, aber das ist für mich völlig in Ordnung.“
Mattias Skjelmose überquert die Ziellinie auf Etappe 4 der Vuelta a España 2026
Rennen ist taktischer geworden, aber weniger hart
Skjelmose betont zudem, dass sich die generelle Rennanlage spürbar verändert hat. Das Tempo im Tagesverlauf ist derzeit niedriger, zugleich wächst der Mut für Angriffe – auch, weil kein slowenischer Phantomgegner mehr im Nacken sitzt.
„Die Geschwindigkeit war den ganzen Tag relativ niedrig. Ich denke, das liegt daran, dass uns ein Sheriff fehlt, der alles kontrollieren kann“, räumte Skjelmose nach der neunten Etappe ein.
Auf dem Schlussanstieg war es durch die Vielzahl an Attacken dennoch wohl härter als üblich. „Der letzte Berg war natürlich absurd hart, aber abgesehen davon war es nicht zu schlimm.“