UAE-Teamchef Matxin äußert sich zur Tour de France 2027 – trotz „Anti-Pogačar“-Etikett für die Strecke: „Ich glaube, die Organisatoren wollen verhindern, dass das Rennen schon auf der vierten Etappe entschieden ist“
Radsport
Tadej Pogacar nimmt die Tour de France 2027 mit einem historischen Ziel in Angriff: Er will seinen sechsten Titel gewinnen und zum erfolgreichsten Fahrer der Rennhistorie aufsteigen. Die von den Organisatoren vorgestellte Strecke gibt bereits einen ersten Eindruck davon, welche Tour den Slowenen erwartet. UAE Team Emirates XRG hält sich jedoch mit Prognosen zum Rennverlauf zurück.
Joxean Fernández Matxín, der Teammanager der Emirati, bewertete die Pläne der Organisatoren in einem Interview mit Eurosport. Er erklärte, er verstehe das Ziel, Etappen so zu gestalten, dass die Gesamtwertung nicht schon früh entschieden wird. Außerdem sprach er über mögliche Konkurrenten Pogacars: Jonas Vingegaard, Remco Evenepoel, Isaac del Toro und den aufstrebenden Paul Seixas.
Eine Strecke, die die Tour möglichst lange offenhalten soll
Mit Blick auf die Strecke der Tour 2027 glaubt Matxín, dass die Organisatoren verhindern wollen, dass eine frühe Etappe entscheidende Abstände in der Gesamtwertung schafft. Der UAE-Manager verwies auf die Anfahrt zu einer Tourmalet-Etappe der vorigen Strecke und erläuterte, warum ein leichterer Anstieg nach einem großen Berg die Abstände nicht unbedingt verringert.

Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard sind die Aushängeschilder von UAE und Visma.
„Ich glaube, die Organisatoren wollen sicherstellen, dass das Rennen nicht schon auf der vierten Etappe entschieden wird. Ich verstehe ihre Sichtweise“, sagte er zu Beginn.
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Anschließend erinnerte er daran, wie er eine ähnliche Entscheidung bei der Streckenplanung im Vorjahr verstanden hatte: „Als die Organisatoren im vergangenen Jahr erklärten, sie hätten die Tourmalet-Etappe so geplant, dass die Tour de France nicht auseinanderfällt, habe ich das aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.“
Seine Überlegung: Auf einen sehr steilen Anstieg folgt ein deutlich leichterer, der große Abstände nicht zwangsläufig verhindert. „Wenn man einen schweren Anstieg hat und danach einen mit drei Prozent, wird dort niemand wirklich andere Fahrer abhängen. Das ist vorher passiert. Wer im Ziel eine halbe Minute verliert, kann am Ende drei Minuten Rückstand haben.“
Matxín betonte, dass er den Rennverlauf nicht genau vorhersagen wolle. Er verstehe aber das Ziel der Organisatoren, den Kampf um das Gelbe Trikot möglichst lange offenzuhalten.
„Das ist meine Sichtweise. Ich behaupte nicht, die Zukunft vorhersagen zu können, denn das kann ich überhaupt nicht. Wenn Sie mich fragen, was passieren könnte, wüsste ich nicht, was ich antworten soll. Aber ich verstehe, dass die Organisatoren Formate wollen, die das Rennen so lange wie möglich offenhalten, bis ganz zum Schluss“, sagte er.
Paul Seixas ist nicht Pogacars einziger Rivale
Die Aussicht auf Pogacars sechsten Toursieg wirft auch die Frage auf, wer seine größten Herausforderer werden könnten. Der Aufstieg von Paul Seixas hat die Diskussion über die Anwärter auf die Gesamtwertung erweitert. Matxín hält es jedoch für verfrüht, einen Fahrer als größten Rivalen des Slowenen zu benennen.
„Ich würde niemals einen Fahrer als Hauptrivalen ausrufen. So wie Seixas in diesem Jahr aufgetaucht ist, kann auch ein anderer Fahrer den Durchbruch schaffen“, erklärte er.
Der UAE-Manager wies außerdem darauf hin, dass Stürze die Pläne der Topfavoriten völlig verändern können. Jonas Vingegaard, Pogacars regelmäßiger Rivale der vergangenen Jahre, konnte diese Rolle in dieser Saison nach einem Sturz nicht behaupten. Auch der Slowene selbst stürzte und verpasste dadurch den Sieg bei der Vuelta a España.
„Jonas Vingegaard war der übliche Rivale, aber in diesem Jahr war er es wegen eines Sturzes nicht. Und Tadej hat die Vuelta a España nach einem anderen Sturz nicht gewonnen. Im Radsport können sich die Umstände schnell ändern“, sagte er.
Deshalb wäre es laut Matxín ein Fehler, sich ausschließlich auf Seixas zu konzentrieren. Der Franzose hat einen starken Eindruck hinterlassen, doch auch andere Fahrer bringen die Voraussetzungen mit, den Slowenen herauszufordern.
„Im vergangenen Jahr sprachen wir über Jonas als Rivalen, jetzt war es Remco Evenepoel. Remco und Jonas darf man nicht abschreiben. Natürlich dürfen wir auch Seixas nicht übersehen, der einen glänzenden Durchbruch geschafft hat“, sagte er.
Sein Fazit: Der Kampf um die Gesamtwertung müsse breiter betrachtet werden. „Man sollte sich also nicht nur auf einen Fahrer konzentrieren, sondern auf die gesamte Gruppe der Anwärter auf die Gesamtwertung.“
Der Kreis der Rivalen wächst stetig
Außerdem ging es um die Frage, ob neue Herausforderer Pogacar zu weiteren Fortschritten antreiben könnten. Matxín erinnerte daran, dass sich die Diskussion vor einigen Jahren viel stärker auf Jonas Vingegaard konzentrierte. Inzwischen kämen mehrere Fahrer als mögliche Tour-Herausforderer infrage.
„Ich glaube, wenn man vor einigen Jahren nicht darüber sprach, wie viele Rivalen es gibt, redete man wahrscheinlich über Jonas Vingegaard“, sagte er rückblickend.
Das Bild hat sich verändert, und die Liste der Anwärter ist deutlich länger geworden. Neben Vingegaard und Evenepoel nannte der UAE-Manager ausdrücklich Isaac del Toro, Pogacars Teamkollegen bei der Emirati-Mannschaft, der bereits auf dem Podium stand. Auch Paul Seixas, eines der größten aufstrebenden Talente der internationalen Szene, gehört dazu.
„Jetzt sprechen wir über Jonas, Remco, auch Isaac del Toro, der bereits auf dem Podium stand, Seixas und viele weitere Fahrer. Die Liste der Anwärter ist also nicht mehr geschlossen“, erklärte er.
Abschließend erinnerte Matxín daran, dass sich die Diskussion über Pogacars Rivalen noch vor zwei Saisons fast ausschließlich um einen Namen drehte. Mit Blick auf die Tour de France 2027 ist die Liste der Fahrer, die man im Auge behalten muss, inzwischen deutlich länger.
Pogacars Jagd nach dem historischen sechsten Titel hängt von vielen Faktoren ab, von der Strecke bis hin zu Anwesenheit und Form seiner Rivalen. UAE will vorerst keinen einzelnen Fahrer als größten Herausforderer benennen: Vingegaard, Evenepoel, Seixas und Del Toro gehören zu einer Gruppe von Anwärtern, die den Maßstab höher legen dürfte.
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- Sorry für meine Vertipper. Seltsam, dass man nichtmal 5 Minuten lang editieren kann.Wurm25-10-2026
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- Die 120. Lombardei-Rundfahrt 2026 führt am 10. Oktober 2026 über 239 Kilometer von Bergamo nach Como. Ohne den verletzten Seriensieger Tadej Pogačar ist das Rennen völlig offen, wobei die taktische Ausrichtung der Top-Teams von der Streckenänderung geprägt ist: Der Muro di Sormano entfällt, dafür entscheidet ein anspruchsvoller Schlussrundkurs mit dem Doppelpack aus Civiglio und San Fermo della Battaglia das Rennen. Taktische Ausrichtungen der Favoriten-Teams Soudal Quick-Step (Remco Evenepoel) Frühzeitige Solo-Attacke: Evenepoel setzt nach dem EM-Titel auf ein langes Solo oder eine gut getimte Attacke an den letzten Steigungen (Civiglio/San Fermo), um seine Stärke im gleichmäßigen, hohen Tempo auf den flachen/abfallenden Passagen auszuspielen. UAE Team Emirates-XRG (Brandon McNulty, Isaac del Toro) Offensive Mehrfach-Optionen: Ohne Pogačar fährt das Team mannschaftsdienlich aggressiv. Weltmeister McNulty und Del Toro müssen das Rennen früh schwer machen, können aber durch Überzahl im Finale (mit Yates, Großschartner etc.) taktisch variieren. Red Bull – Bora – hansgrohe (Jai Hindley, Primož Roglič, Giulio Pellizzari) Dreifachspitze & Kontrolle: Das Team verfügt über eine starke Kapitänsdichte. Die Taktik dürfte darauf abzielen, das Rennen in den ersten harten Kilometern und am Ghisallo schwer zu halten und mit verschiedenen Karten im Finale zu attackieren. Lidl – Trek (Giulio Ciccone) Am Rad bleiben & Explosivität: Ciccone bewies bei der EM, dass er steile Anstiege mit den Besten gehen kann. Seine Taktik wird sein, Evenepoel oder andere explosive Fahrer am Civiglio zu kontrollieren und auf seine Sprintstärke im Finale zu setzen. Schlüsselfaktoren für den Rennverlauf Frühe Härte: Bereits in den ersten 80 Kilometern und am Anstieg zur Madonna del Ghisallo wird das Feld ausgedünnt. Helferteams wie UAE oder Red Bull müssen hier früh das Tempo bestimmen. Das Finale (Civiglio & San Fermo): Nach der ersten Überquerung von San Fermo folgt der steile Anstieg nach Civiglio (9,7 % Schnitt), der als Hauptsprungbrett für den entscheidenden Angriff dient. Wer hier eine Lücke reißt, kann über die finale Abfahrt und das letzte Mal San Fermo (5 km bis ins Ziel) durchziehen.gregmann09-10-2026
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- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
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