NSN Cycling Team verpflichtet Top-Anwärter auf die Gesamtwertung mit Dreijahresvertrag und verstärkt sich für die Grand Tours

Radsport
durch Nic Gayer
Montag, 10 August 2026 um 11:30
Santiago Buitrago
Santiago Buitrago schlägt ab der Saison 2027 ein neues Kapitel seiner Karriere auf. Der Kolumbianer beendet nach sieben Jahren seine Zeit bei Bahrain Victorious und wechselt zum NSN Cycling Team. Dort soll er zu einem der Aushängeschilder des Projekts werden. Buitrago unterschrieb einen Dreijahresvertrag, der ihn bis Ende 2029 an seine neue Mannschaft bindet.
Mit 26 Jahren wagt der in Bogota geborene Fahrer damit einen bedeutenden Schritt, nachdem er nahezu seine gesamte Profikarriere innerhalb der Struktur von Bahrain Victorious verbracht hat. Seine Verpflichtung ist einer der ersten großen Schritte des NSN Cycling Team unter Andres Iniesta mit Blick auf die Saison 2027. Gleichzeitig unterstreicht der Transfer die Ambitionen des Teams, seinen Fokus auf Grand Tours und Etappenrennen weiter zu verstärken.

Buitrago soll bei Grand Tours für Erfolge sorgen

Buitrago wechselt mit einem klar definierten Profil zu seinem neuen Arbeitgeber. Seine größte Stärke liegt im Hochgebirge, gleichzeitig hat der Kolumbianer in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er auch in bedeutenden Gesamtwertungen eine Rolle spielen kann. Hinzu kommen Etappensiege bei Grand Tours und Rennen auf WorldTour-Niveau.
Santiago Buitrago bei der Trofeo Laigueglia 2026.
Santiago Buitrago verlässt Bahrain Victorious nach sieben Jahren und wechselt ab 2027 zum NSN Cycling Team, wo er eine Führungsrolle bei Grand Tours übernehmen soll.
Wie kontinuierlich sich Buitrago entwickelt hat, zeigt auch seine Erfolgsbilanz. Seit fünf Saisons feiert der Kolumbianer regelmäßig Siege. 2026 fügte er seinem Palmares mit dem Triumph bei der Trofeo Laigueglia seinen ersten Sieg bei einem Eintagesklassiker hinzu. Ein Erfolg, der verdeutlichte, dass Buitrago sein Repertoire Schritt für Schritt erweitert. Diesen Weg möchte er nun in einem neuen Umfeld fortsetzen.

Buitrago beendet sieben Jahre bei Bahrain Victorious

Der 26-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass sein Abschied von Bahrain Victorious auch aus dem Wunsch nach Veränderung entstanden ist. Nach sieben Jahren innerhalb derselben Struktur sieht Buitrago den Zeitpunkt gekommen, seine vertraute Umgebung zu verlassen.
„Nach sieben Jahren bei Bahrain Victorious war es für mich der richtige Zeitpunkt für eine neue Herausforderung“, erklärte Buitrago in einem offiziellen Statement. „Ich habe dort sehr wichtige Momente erlebt, bin als Fahrer und als Mensch gereift, aber ich wollte auch aus meiner Komfortzone heraus und ein anderes Umfeld finden, das mir hilft, mich weiterzuentwickeln.“
Das Angebot des NSN Cycling Team überzeugte den Kolumbianer nach eigener Aussage von Beginn an. Ausschlaggebend war insbesondere das Vertrauen, das ihm die Verantwortlichen des Teams entgegenbrachten.
„Das sportliche Projekt von NSN und das Vertrauen des Teams haben mich sehr beeindruckt. Ich habe das Gefühl, dass wir dieselbe Ambition teilen, und hier kann ich mich weiterentwickeln und um große Ziele kämpfen“, fügte Buitrago hinzu.
Sein persönliches Ziel für die kommenden Jahre ist klar definiert: Buitrago möchte sich als Etappenfahrer weiterentwickeln und seine Qualitäten am Berg nutzen, um auch in den Gesamtwertungen den nächsten Schritt zu machen.
„Ich glaube, dass ich noch viel Luft nach oben habe. In den nächsten drei Jahren will ich weiter Fortschritte machen und ein noch kompletterer und konstanterer Fahrer werden“, sagte Buitrago.

Ein neuer Anführer für die Grand Tours

Die Verpflichtung des Kolumbianers entspricht gleichzeitig den sportlichen Anforderungen des NSN Cycling Team. Die Mannschaft möchte ihre Möglichkeiten erweitern, bei den großen Etappenrennen um vordere Positionen in der Gesamtwertung zu kämpfen. Buitrago soll innerhalb dieser Strategie eine Führungsrolle übernehmen.
Teamchef Kjell Carlström hob insbesondere die Vielseitigkeit des Kolumbianers und dessen Fähigkeit hervor, in unterschiedlichen Rennsituationen konkurrenzfähig zu sein.
„Die Ankunft von Santiago Buitrago ist eine wichtige Verstärkung für das langfristige sportliche Projekt des NSN Cycling Team, und wir freuen uns, Santiago in den nächsten drei Jahren in unseren Farben zu sehen“, sagte Carlström.
Trotz seiner bereits sieben Saisons im Profipeloton sieht Carlström bei Buitrago noch erhebliches Entwicklungspotenzial.
„Auch nach sieben Jahren im Peloton hat Santiago mit erst 26 Jahren eine lange Zukunft vor sich und Spielraum, sich als Fahrer weiterzuentwickeln“, erklärte er.
Der NSN-CEO ist zudem davon überzeugt, dass Buitragos Erfahrung im Hochgebirge und bei dreiwöchigen Rundfahrten der Mannschaft zusätzliche taktische Möglichkeiten eröffnen wird.
Buitrago selbst weiß ebenfalls genau, welche Richtung er in diesem neuen Abschnitt seiner Karriere einschlagen möchte. „Mein Hauptziel ist es, in Etappenrennen konkurrenzfähig zu bleiben und mich in den Grand Tours weiter zu steigern“, betonte der Kolumbianer.
Dabei möchte Buitrago auch mögliche Chancen auf Spitzenresultate in den Gesamtwertungen konsequent nutzen. „Ich möchte um die Gesamtwertung kämpfen, wenn sich die Gelegenheit bietet, und dem Team zugleich zu den bestmöglichen Ergebnissen verhelfen.“

NSNs erster großer Schritt für 2027

Buitrago ist der erste Neuzugang, den das NSN Cycling Team für die Saison 2027 bekannt gegeben hat. Hinzu kommt Jens Verbrugghe, der aus dem Development-Team der Organisation in die Profimannschaft aufrückt.
Die Verpflichtung des Kolumbianers sendet damit ein deutliches Signal für ein Projekt, das innerhalb der WorldTour weiter wachsen möchte. Mit Buitrago gewinnt NSN einen erfahrenen und kletterstarken Fahrer, der insbesondere bei den Grand Tours bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
Nach sieben Jahren im Trikot von Bahrain Victorious erhält Buitrago nun die Gelegenheit zu einem Neustart. Beim NSN Cycling Team soll der Fahrer aus Bogota zu einem der Schlüsselkapitäne der Mannschaft heranwachsen.
„Ich bin hoch motiviert, dieses neue Kapitel zu beginnen und das Vertrauen des Teams mit starken Resultaten zurückzuzahlen“, schloss Buitrago.
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