Preisgeld bei der Tour de France 2026: Wie viel verdienten Tadej Pogačar, Remco Evenepoel und Isaac del Toro?
Radsport
Die Tour de France 2026 findet vom 04. bis 26.07. statt. Über 21 Etappen jagt das Peloton durch Hochgebirge, Sprintankünfte, Kopfsteinpflaster sowie Einzel- und Mannschaftszeitfahren – mit der Weltelite am Start. Wir zeigen, wie das Preisgeld verteilt wird.
Das Gesamtpreisgeld der Tour de France 2026 beträgt 2.305.800 Euro und setzt sich aus allen Wertungen und Etappenergebnissen zusammen – zusätzlich gehen über 270.000 Euro an Fahrergewerkschaften. Der Sieger der Gesamtwertung erhält 500.000 Euro, jeder Etappengewinner 11.000 Euro. Die ersten 20 im Ziel und in der Tages-Gesamtwertung bekommen Prämien. Die Sieger der Punkte- und Bergwertung erhalten jeweils 25.000 Euro.
Preisgeld Tour de France 2026
Jede Tabelle bezieht sich ausschließlich auf die jeweilige Endplatzierung des Fahrers beziehungsweise des Teams. Die insgesamt pro Fahrer ausgeschütteten Preisgelder werden nach Abschluss der letzten Etappe in Paris zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
Gesamtwertung
Vorbehaltlich spektakulärer Veränderungen auf der letzten Etappe in Paris.
Nach drei intensiven Wochen steht das Endergebnis der Tour de France 2026 fest. Tadej Pogačar erreicht Paris als Gesamtsieger und erhält dafür das höchste Preisgeld. Auch die übrigen Fahrer der Top 20 werden entsprechend ihrer Platzierung in der Gesamtwertung belohnt. Die folgende Tabelle zeigt die endgültige Rangliste und die jeweiligen Prämien.

| Platz | Preisgeld | Fahrer |
| 1 | 500.000 EUR | Tadej Pogačar |
| 2 | 200.000 EUR | Remco Evenepoel |
| 3 | 100.000 EUR | Isaac del Toro |
| 4 | 70.000 EUR | Paul Seixas |
| 5 | 50.000 EUR | Lenny Martinez |
| 6 | 23.000 EUR | Mattias Skjelmose |
| 7 | 11.500 EUR | Juan Ayuso |
| 8 | 7.600 EUR | Richard Carapaz |
| 9 | 4.500 EUR | Tom Pidcock |
| 10 | 3.800 EUR | Jordan Jegat |
| 11 | 3.000 EUR | Yannis Voisard |
| 12 | 2.700 EUR | Tobias Halland Johannessen |
| 13 | 2.500 EUR | Sepp Kuss |
| 14 | 2.100 EUR | Davide Piganzoli |
| 15 | 2.000 EUR | Jai Hindley |
| 16 | 1.500 EUR | Nicolas Prodhomme |
| 17 | 1.300 EUR | Tiesj Benoot |
| 18 | 1.200 EUR | Quinn Simmons |
| 19 | 1.100 EUR | Sean Quinn |
| 20 | 1.000 EUR | Egan Bernal |
Punktewertung
Mads Pedersen beendet die Tour de France 2026 als Gewinner der Punktewertung. Nach zahlreichen Sprints, Zwischensprints und konstanten Spitzenplatzierungen erreicht der Däne Paris im Grünen Trikot. Die acht bestplatzierten Fahrer dieser endgültigen Wertung erhalten ein zusätzliches Preisgeld.
| Platz | Preisgeld | Fahrer |
| 1 | 25.000 EUR | Mads Pedersen |
| 2 | 15.000 EUR | Jasper Philipsen |
| 3 | 10.000 EUR | Biniam Girmay |
| 4 | 4.000 EUR | Max Kanter |
| 5 | 3.500 EUR | Olav Kooij |
| 6 | 3.000 EUR | Tadej Pogačar |
| 7 | 2.500 EUR | Søren Wærenskjold |
| 8 | 2.000 EUR | Remco Evenepoel |
Bergwertung
Richard Carapaz sichert sich am Ende der Tour de France 2026 das Bergtrikot. Mit seinen Punkten auf den schwersten Anstiegen setzte er sich vor Tadej Pogačar und Valentin Paret-Peintre durch. In Paris werden die acht besten Fahrer der endgültigen Bergwertung mit Preisgeldern belohnt.
| Platz | Preisgeld | Fahrer |
| 1 | 25.000 EUR | Richard Carapaz |
| 2 | 15.000 EUR | Tadej Pogačar |
| 3 | 10.000 EUR | Valentin Paret-Peintre |
| 4 | 4.000 EUR | Sepp Kuss |
| 5 | 3.500 EUR | Remco Evenepoel |
| 6 | 3.000 EUR | Lenny Martinez |
| 7 | 2.500 EUR | Isaac del Toro |
| 8 | 2.000 EUR | Paul Seixas |
Pogacar und Carapaz erhielten für die jeweilige Sonderwertung Tourmalet und Galibier 5.000 Euro. Pogačar überquerte den Tourmalet als Erster, während Carapaz am Galibier vorne lag und damit zugleich den Gewinn der Bergwertung absicherte.
- Col du Tourmalet auf der 6. Etappe: Tadej Pogacar
- Col du Galibier auf der 20. Etappe: Richard Carapaz

Nachwuchswertung
Isaac del Toro gewinnt die Nachwuchswertung der Tour de France 2026. Der Mexikaner setzt sich nach drei Wochen vor Paul Seixas, Lenny Martinez und Juan Ayuso durch und erreicht Paris als bester Jungprofi des Rennens. Die vier besten Fahrer der endgültigen Nachwuchswertung erhalten ein Preisgeld.
| Platz | Preisgeld | Fahrer |
| 1 | 20.000 EUR | Isaac del Toro |
| 2 | 15.000 EUR | Paul Seixas |
| 3 | 10.000 EUR | Lenny Martinez |
| 4 | 5.000 EUR | Juan Ayuso |
Mannschaftswertung
Lidl–Trek beendet die Tour de France 2026 als Sieger der Mannschaftswertung. Das Team verteidigte seinen Vorsprung bis zum Finale in Paris und setzte sich vor UAE Team Emirates–XRG und Red Bull–BORA–hansgrohe durch. Die sechs besten Mannschaften der endgültigen Wertung erhalten ein Preisgeld.
| Platz | Preisgeld | Mannschaft |
| 1 | 50.000 EUR | Lidl–Trek |
| 2 | 30.000 EUR | UAE Team Emirates–XRG |
| 3 | 20.000 EUR | Red Bull–BORA–hansgrohe |
| 4 | 12.000 EUR | Decathlon CMA CGM Team |
| 5 | 8.000 EUR | Team Visma | Lease a Bike |
| 6 | 7.000 EUR | EF Education–EasyPost |
Übersichtstabelle zum Preisgeld der Tour de France 2026
| Platz | Gesamtwertung | Etappenwertung | Punktewertung | Bergwertung | Nachwuchswertung | Mannschaftswertung |
| 1 | 500.000 EUR | 11.000 EUR | 25.000 EUR | 25.000 EUR | 20.000 EUR | 50.000 EUR |
| 2 | 200.000 | 5.500 | 15.000 | 15.000 | 15.000 | 30.000 |
| 3 | 100.000 | 2.800 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 20.000 |
| 4 | 70.000 | 1.500 | 4.000 | 4.000 | 5.000 | 12.000 |
| 5 | 50.000 | 830 | 3.500 | 3.500 | 8.000 | |
| 6 | 23.000 | 780 | 3.000 | 3.000 | ||
| 7 | 11.500 | 730 | 2.500 | 2.500 | ||
| 8 | 7.600 | 670 | 2.000 | 2.000 | ||
| 9 | 4.500 | 650 | ||||
| 10 | 3.800 | 600 | ||||
| 11 | 3.000 | 540 | ||||
| 12 | 2.700 | 470 | ||||
| 13 | 2.500 | 440 | ||||
| 14 | 2.100 | 340 | ||||
| 15 | 2.000 | 300 | ||||
| 16 | 1.500 | 300 | ||||
| 17 | 1.300 | 300 | ||||
| 18 | 1.200 | 300 | ||||
| 19 | 1.100 | 300 | ||||
| 20 | 1.000 | 300 |
Tägliche Träger der Wertungstrikots
| Wertung | Gesamt | Punkte | Berg | Nachwuchs |
| Führender | 500 | 300 | 300 | 300 |
Prämienverteilung Bergwertungen
| Platz/Prämie | HC | 1. Kat. | 2. Kat. | 3. Kat. | 4. Kat. |
| 1. | 800 | 650 | 500 | 300 | 200 |
| 2. | 450 | 400 | 200 | ||
| 3. | 300 | 150 |
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Weitere Prämien und Wertungen
Zwischensprints bringen 1.500, 1.000 und 500 Euro für die ersten drei Plätze.
Auf allen 19 Nicht-Zeitfahretappen gibt es 2.000 Euro für den kämpferischsten Fahrer. Der „Super Combatif“ der Rundfahrt erhält am Ende 20.000 Euro.
Der erste Fahrer über den Col du Tourmalet (Etappe 6) und den Col du Galibier (Etappe 20) erhält jeweils 5.000 Euro.
Die Organisation kürt den „besten Helfer“ der Rundfahrt und vergibt 3.000 Euro. Wöchentlich werden 2.000 Euro an den „besten Helfer“ vergeben.
Die Organisation kürt den „besten Helfer“ der Rundfahrt und vergibt 3.000 Euro. Wöchentlich werden 2.000 Euro an den „besten Helfer“ vergeben.
Der erste Fahrer, der 50 Bergpunkte erreicht, erhält 5.000 Euro.

Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
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- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
- Die taktische Ausgangslage beim UCI WM-Straßenrennen der Frauen-Elite in Montréal 2026 wird maßgeblich durch den schweren, 180,4 Kilometer langen Kurs (2.570 Höhenmeter) und die acht Runden auf dem selektiven Mont-Royal-Rundkurs bestimmt. Da Funkverbindungen („No Race Radios“) bei Weltmeisterschaften verboten sind, müssen die Teams ihre Strategien rein auf der Straße adaptieren.Die voraussichtlichen Teamtaktiken der großen Radsport-Nationen gliedern sich wie folgt: 🇳🇱 Niederlande: Das Rennen brutal schwer machen. Die Ausgangslage: Mit Demi Vollering stellen die Niederländerinnen die absolute Topfavoritin, die nach einer überragenden Saison das Regenbogentrikot jagt. Die Taktik: Das niederländische Team verfügt traditionell über die größte Dichte an Starfahrinnen (u.a. Puck Pieterse). Ihre Strategie wird darauf abzielen, das Rennen auf den acht Runden am Mont-Royal frühzeitig zu animieren. Um sprintstarke Konkurrentinnen wie Kopecky abzuschütteln, werden sie an den giftigen Rampen wie der Voie Camillien-Houde (2,3 km bei 6,2 %) ein mörderisches Tempo anschlagen, um das Feld zu dezimieren und Vollering für eine späte Solo-Attacke oder ein Duell aus einer kleinen Spitzengruppe zu lancieren. 🇧🇪 Belgien: Kopecky beschützen und isolieren Die Ausgangslage: Die zweifache Weltmeisterin Lotte Kopecky ist die größte Gefahr für ein Solo der Bergfahrerinnen. Sie bringt die perfekte Mischung aus Bergfestigkeit und einem mörderischen Zielsprint mit.Die Taktik: Belgien wird defensiver agieren als die Niederlande. Die Helferinnen müssen dafür sorgen, dass Kopecky bei den harten Tempoverschärfungen an den Anstiegen nicht den Anschluss verliert und gleichzeitig Konterattacken neutralisieren. Das Ziel ist es, Kopecky in einer reduzierten Gruppe über die letzte Rampe (Avenue Pagnuelo) und auf die leicht ansteigende Zielgerade zu bringen, wo sie im Sprint kaum zu schlagen ist 🇮🇹 Italien: Aggressives Forechecking mit Longo Borghini Die Ausgangslage: Elisa Longo Borghini befindet sich in herausragender Form (Sieg im WM-Mixed-Relay, starke Platzierung im WM-Zeitfahren).Die Taktik: Italien kann es sich nicht leisten, auf den Zielsprint zu warten. Ihre Taktik wird ein cleveres, aggressives Forechecking sein. Sie werden versuchen, Fahrerinnen in gefährliche Zwischengruppen zu schicken, um die Niederlande und Belgien zur Nacharbeit zu zwingen, damit Longo Borghini in den letzten zwei Runden den entscheidenden, harten Punch setzen kann. 🇩🇪 Deutschland: Die Underdog-Rolle und taktische Geschlossenheit Die Ausgangslage: Das BDR-Aufgebot reist ohne die eine, alles überragende Favoritin an, schickt aber ein extrem geschlossenes und formstarkes Quintett um Franziska Koch (Bronze im EZF), Liane Lippert, Antonia Niedermaier und Ricarda Bauernfeind ins Rennen. Die Taktik: „Taktische Flexibilität“ ist das deutsche Stichwort. Da man nicht die Last hat, das Rennen kontrollieren zu müssen, wird das Team versuchen, in den ersten Runden des Stadtkurses Kräfte zu sparen und bei gefährlichen Vorstößen stark besetzter Gruppen präsent zu sein. Sie werden darauf spekulieren, dass sich die großen Blöcke (Niederlande/Belgien) gegenseitig neutralisieren oder uneinig sind, um mit Lippert oder Koch im Finale um die Medaillen zu pokern. 🇨🇦 Kanada & Weitere Einzelkämpferinnen: Die Gunst des Chaos nutzenTitelverteidigerin Magdeleine Vallières (Kanada) und Fahrerinnen wie Kasia Niewiadoma (Polen) oder Kim Le Court (Mauritius) besitzen keine riesigen Helferteams. Ihre Taktik muss rein reaktiv und opportunistisch sein: Sie werden direkt am Hinterrad von Vollering und Kopecky kleben und auf den Moment setzen, in dem die großen Teams taktische Fehler begehen, um genau wie im Vorjahr im entscheidenden Moment wegzuspringengregmann26-09-2026








