„Tim Wellens und Jonathan Narvaez werden fehlen“ – Mauro Gianetti sieht Tadej Pogacars Sanremo-Chancen geschwächt
Radsport
Bei all dem Fokus auf Tadej Pogacar, Mathieu van der Poel und die ewige Frage, wie Mailand-Sanremo gewonnen wird, lenkt Mauro Gianetti den Blick auf einen weniger offensichtlichen, aber entscheidenden Faktor für das UAE Team Emirates - XRG.
Die Strecke bleibt unverändert. Auch das taktische Dilemma hat sich nicht verändert. Pogacar muss das Rennen auf der Cipressa oder dem Poggio so hart gestalten, dass selbst die wenigen Rivalen, die seine Intensität mitgehen können, an ihre Grenzen kommen. Doch in diesem Jahr muss UAE genau dieses Szenario ohne zwei der wichtigsten Helfer lösen.
Warum das Fehlen von Wellens und Narvaez entscheidend ist
Im Gespräch mit Cyclism’Actu machte Gianetti klar, wie schwer die Ausfälle von Tim Wellens und Jonathan Narvaez wiegen. „Die Qualitäten von Tim Wellens und Jonathan Narvaez in diesem speziellen Rennen - sich mit wenig Energieeinsatz gut positionieren zu können und dann auf der Cipressa noch die Ressourcen für sehr hohe Geschwindigkeit zu haben - werden fehlen.“

Tadej Pogacar und Mauro Gianetti demonstrieren Einigkeit - doch vor Mailand-Sanremo steht das UAE Team Emirates - XRG trotz klarer Strategie vor einer komplexen taktischen Herausforderung
Gerade bei Mailand-Sanremo ist das kein Detail, sondern ein zentraler Punkt. Es betrifft direkt die bekannte Herausforderung rund um Pogacar.
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Das Problem liegt nicht darin, das Rennen zu öffnen. Pogacar hat längst gezeigt, dass er das Finale sprengen kann. Besonders 2025 demonstrierte er das eindrucksvoll, als er auf der Cipressa attackierte und nur Mathieu van der Poel und Filippo Ganna folgen konnten.
Die eigentliche Schwierigkeit beginnt davor - und endet danach. UAE braucht Fahrer, die Pogacar perfekt positionieren, Energie sparen und das Feld vorentscheidend selektieren. Genau hier liegt die Bedeutung von Wellens und Narvaez. Gianetti beschrieb keinen allgemeinen Helfertyp, sondern exakt das Profil, das dieses Rennen verlangt. „Sie sind erfahrene Fahrer“, sagte er.
Ohne sie verlagert sich die Verantwortung auf jüngere Fahrer. Gianetti nannte Isaac del Toro, Jan Christen und Brandon McNulty als Optionen mit „sehr guten Qualitäten“ und ergänzte: „Vielleicht nicht mit der gleichen Erfahrung, aber mit demselben Willen, es gut zu machen. Also gehen wir es so an.“
Diese Einschätzung bleibt realistisch. UAE verfügt weiterhin über enorme Qualität, vor allem del Toro präsentiert sich in starker Form. Doch Gianetti betont klar: Motivation ersetzt nicht automatisch Erfahrung in einem Rennen wie diesem.
Die Einfahrt zur Cipressa als Schlüsselstelle
Gianettis Analyse wurde besonders interessant, als er die entscheidende Phase des Rennens benannte. „Zuerst musst du stärker sein als die anderen“, sagte er. „Tadej ist hochmotiviert; er ist dieses Jahr Strade Bianche gefahren und hat gut trainiert. Wie immer ist er ein ernsthafter Profi.“
An Pogacars Form bestehen keine Zweifel. Spannender ist sein gezielter Fokus auf dieses Monument. „Die Wahrheit ist, dass er dieses Jahr viel auf der Strecke von Mailand-Sanremo trainiert hat, um sie zu studieren, obwohl er sie im Schlaf kennt, aber auch, um sich auf diesen Straßen zu motivieren.“
Mailand-Sanremo nimmt in Pogacars Palmarès eine besondere Rolle ein. Anders als viele andere Monumente zwingt es ihn immer wieder zur gleichen Herausforderung: genügend Unterschied auf einem Kurs zu machen, der genau das oft verhindert.
Eine einfache Lösung gibt es nicht. „Taktisch ist es ziemlich kompliziert, weil er Situationen managen und Chancen nutzen muss. Es ist kein Geheimnis: Der Ort, an dem du den Unterschied machen kannst, ist entweder die Cipressa oder der Poggio. Anderswo ist es nicht leicht.“
Entscheidend wurde Gianettis nächste Aussage. „Alle werden ihn beobachten, aber niemand darf Van der Poel oder Ganna vergessen, die ebenfalls bereit für dieses Rennen sind.“
Damit beschreibt er das moderne Bild von Mailand-Sanremo. Pogacar ist der wahrscheinlichste Angreifer, aber nicht der einzige Faktor im Finale. Vor allem van der Poel zwingt ihn immer wieder in direkte Duelle statt in Solo-Entscheidungen.
Genau deshalb rückt ein Detail in den Mittelpunkt. „Er wird ein Team um sich brauchen, aber auch das ist kompliziert, denn mit mehreren Teamkollegen vorne an der Cipressa anzukommen, ist schwierig. Alle haben dasselbe Ziel, nicht nur wir. Vorne gibt es nicht viele Plätze. Also ist der eigentliche Schlüssel die Einfahrt zur Cipressa.“
Dieser Moment entscheidet das Rennen. Nicht der Sprint, nicht einmal die erste Attacke - sondern die Positionierung vor der Cipressa.
Wenn UAE Pogacar dort nicht optimal platziert, mit Unterstützung und ohne Energieverlust, gerät der gesamte Plan ins Wanken, noch bevor der entscheidende Angriff beginnt.
Ein Jahr Warten auf Revanche
Gianetti machte zudem deutlich, wie sehr dieses Rennen im Team nachwirkt. „Wir warten seit einem Jahr auf Revanche bei Mailand-Sanremo, sowohl als Team als auch für Tadej, natürlich“, sagte er. „Es ist ein außergewöhnliches Rennen, sehr interessant, in seiner Einfachheit sehr schwierig. Wir sind hoch motiviert, zu sehen, was am Samstag zwischen Mailand und Sanremo passieren wird.“
Der Begriff Revanche zeigt, wie tief die letzte Ausgabe sitzt. Pogacar brachte das Rennen in genau die entscheidende Phase, die er wollte. Doch selbst dort blieb van der Poel an seinem Hinterrad und gewann.
UAE sucht deshalb keine komplett neue Strategie. Das Team versucht, die bestehende Formel zu optimieren. Genau hier wiegen die Ausfälle schwer, denn sie betreffen den sensibelsten Teil des Plans.
Gianetti verwies zudem auf einen schwierigen Saisonstart. „Unser Saisonstart wurde durch mehrere Stürze etwas durcheinandergebracht, mit vielen Fahrern, die lange ausfielen: Jay Vine, Narvaez, Wellens, Mikkel Bjerg, Vegard Stake Laengen. Das hat die Dinge verkompliziert, aber wir haben dennoch einen guten Start in die Saison geschafft.“
Dieser Zusatz ist wichtig. UAE befindet sich nicht in einer Krise. Das Team hat einen starken Saisonstart hingelegt. Doch für dieses spezielle Rennen kommt die Unruhe zur falschen Zeit.
Pogacars Herausforderung geht über ein Rennen hinaus
Gianetti wurde auch auf Pogacars eigene Aussage angesprochen, wonach Mailand-Sanremo oder Paris - Roubaix für ihn aktuell sogar wichtiger sein könnten als die Tour de France. Seine Antwort blieb differenziert. „Wir nehmen es Rennen für Rennen. Mailand-Sanremo ist ein sehr wichtiges Rennen, aber wenn ich persönlich wählen könnte, würde ich mich für die Tour entscheiden.“
Dennoch weitete er den Blick sofort. „Aber die Tour kommt später. Im Moment konzentrieren wir uns auf Mailand-Sanremo und natürlich Paris - Roubaix. Tadejs Herausforderung ist außergewöhnlich. Ich denke, das Publikum hat das Glück, einen einzigartigen Moment zu erleben: einen Fahrer zu sehen, der bei Strade Bianche, Mailand-Sanremo, Paris - Roubaix, der Flandern-Rundfahrt, Lüttich und dann bei der Tour de France um den Sieg fahren kann. Es ist einzigartig, es ist außergewöhnlich. Wir müssen es genießen.“
Diese Einordnung erklärt die besondere Faszination rund um Pogacar in Sanremo. Er hat viele Rennen nach seinem Willen geprägt - durch Härte, Attacken und Dominanz. Doch Mailand-Sanremo verlangt eine andere Mischung: Timing, Geduld, perfekte Positionierung und die richtige Unterstützung im entscheidenden Moment.
Gerade deshalb wiegt das Fehlen von Wellens und Narvaez so schwer. Es betrifft exakt die Phase, in der Pogacar die ideale Plattform benötigt.
UAE bleibt trotz allem überzeugt
Trotz aller Herausforderungen klangen Gianettis Aussagen keineswegs pessimistisch. Im Gegenteil: Sie spiegeln ein Team wider, das die Aufgabe klar versteht.
Die Motivation ist hoch. Die Strecke wurde intensiv studiert. Das Vertrauen in die verfügbaren Fahrer ist vorhanden. Gleichzeitig weiß UAE, dass dieses Rennen mehr verlangt als nur den stärksten Fahrer am Start.
„Zunächst einmal ein großartiges Rennen, einen großen Kampf. Wir leben in einer außergewöhnlichen Radsport-Ära mit unglaublichen Champions. Und natürlich hoffen wir, Mailand-Sanremo endlich zu gewinnen.“
Diese Hoffnung bleibt bestehen. Doch wenn Pogacar dieses Monument gewinnen will, muss er es möglicherweise mit einer Teamstruktur schaffen, die nicht ganz ideal auf die entscheidenden Anforderungen zugeschnitten ist.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Hier ist die Analyse des gestrigen Straßenrennens der Männer-Elite bei den UCI-Straßenrad-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal, Kanada. Da der zweifache Titelverteidiger Tadej Pogačar verletzungsbedingt fehlte, entwickelte sich das Rennen zu einem der unvorhersehbarsten und taktisch chaotischsten WM-Rennen der jüngeren Vergangenheit. Der US-Amerikaner Brandon McNulty krönte sich nach einer sensationellen Soloflucht zum neuen Weltmeister. Er beendete damit eine 33-jährige Durststrecke für die USA (seit Lance Armstrong 1993). Taktische Rennanalyse & Schlüsselmomente 1. Das brutale Ausscheidungsrennen auf dem Mont Royal Die Strecke über 273,4 Kilometer und rund 3.800 Höhenmeter entpuppte sich als echter Scharfrichter. Vor allem die 12 Runden auf dem selektiven Rundkurs in Montréal mit dem steilen Chemin de la Polytechnique zogen dem Hauptfeld kontinuierlich den Zahn. Früh im Rennen begannen die großen Nationen zu attackieren. Mathieu van der Poel zeigte sich enorm aktiv und distanzierte rund 50 Kilometer vor dem Ziel mit einer brutalen Beschleunigung sogar seinen ewigen Rivalen Wout van Aert. 2. Der goldene Moment von Brandon McNulty Nachdem eine namhafte vierköpfige Spitzengruppe um Van der Poel durch eine Tempoverschärfung des mexikanischen Toptalents Isaac del Toro gestellt wurde, herrschte einen Moment lang Uneinigkeit im verbliebenen Elite-Feld. Diesen psychologischen Moment nutzte McNulty exakt 33 Kilometer vor dem Ziel für eine mutige Soloattacke. Niemand reagierte sofort, was sich als der entscheidende Fehler des Rennens herausstellen sollte. 3. Das kollektive Versagen der Verfolger Obwohl McNulty zwischenzeitlich über eine Minute Vorsprung herausgefahren hatte, brachte eine aggressive Verfolgergruppe um Tom Pidcock, Del Toro und den jungen Franzosen Paul Seixas den Abstand 9 Kilometer vor dem Ziel noch einmal auf 10 Sekunden heran. Anstatt das Loch jedoch gemeinsam komplett zuzufahren, begannen taktische Spielchen. Die Fahrer schauten sich gegenseitig an und verweigerten die Führungsarbeit, was McNulty nutzte, um nochmals den Kopf runterzunehmen und das Ding ins Ziel zu retten. 4. Die Geschlagenen: Belgien geht leer aus Das belgische Team reiste als absoluter Topfavorit mit einer Doppelspitze aus Remco Evenepoel (der zuvor sensationell zum vierten Mal in Folge das WM-Zeitfahren gewonnen hatte) und Wout van Aert an. Doch die Taktik ging nicht auf: Van Aert musste der harten Fahrweise Tribut zollen, und Evenepoel fand im Finale nicht die entscheidenden Beine, um die Lücke zu McNulty im Alleingang zu schließen. Am Ende reichte es für Evenepoel nur zu Platz 12.gregmann28-09-2026
- Die taktische Ausrichtung beim Straßenrennen der Männer-Elite bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2026 in Montréal wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt: das Fehlen des verletzten Titelverteidigers Tadej Pogačar und das Verbot von Teamfunk ("No Race Radios"). Dadurch bricht die gewohnte Dominanz und Kontrolle klassischer World Tour-Teams weg. Das Rennen über 273,7 Kilometer und 3.803 Höhenmeter entwickelt sich zu einem hochgradig unvorhersehbaren Ausscheidungsfahren auf den 12 Runden rund um den Mont Royal. Die taktischen Hauptszenarien & Teamstrategien Nation / Fahrertyp Taktischer Ansatz & Ausrichtung Belgien (Evenepoel & Van Aert) Doppelspitze mit Rollenteilung: Geht als die kontrollierende Großmacht ins Rennen. Die Taktik sieht vor, mit Remco Evenepoel frühzeitig oder aus der Distanz zu attackieren, um die Konkurrenz zur Nacharbeit zu zwingen. Sollte diese Gruppe zurückgeholt werden, lauert Wout van Aert im reduzierten Feld für ein spätes Finale oder einen Sprint. Klassikerjäger (Mathieu van der Poel / Pedersen) Abwartende Trittbrettfahrer-Taktik: Fahrer wie Mathieu van der Poel wissen, dass der Kurs mit 3.800 Höhenmetern an ihrer absoluten Belastungsgrenze kratzt. Ihre Taktik baut darauf, Allianzen mit anderen Nationen einzugehen, Angriffe am Berg zu neutralisieren und die Entscheidung auf das ansteigende falsche Flachstück der Zielgeraden zu vertagen. USA & Außenseiter (McNulty, Simmons, Del Toro) Frühzeitige Offensive ("Chaos-Taktik"): Da Fahrer wie Isaac del Toro (Mexiko) kaum Helfer im Nationalteam haben, müssen sie das Rennen frühzeitig öffnen. Die USA nutzt ihre enorme Kaderbreite (Brandon McNulty, Quinn Simmons, Matteo Jorgenson), um in wechselnden Zwischengruppen vertreten zu sein und Belgien die Kontrollarbeit aufzuzwingen. Deutschland (Lipowitz, Schachmann) Reaktive Außenseiterrolle: Ohne absoluten Top-Favoriten setzt der BDR darauf, sich in Gruppen zu platzieren (z. B. durch Schachmann, Zimmermann oder Brenner). Florian Lipowitz agiert als geschützter Fahrer für das schwere Finale in den letzten Runden. Strategische Schlüsselfaktoren auf der Straße Entscheidung ohne Funkgeräte: Da Anweisungen aus dem Auto fehlen, müssen die Fahrer das Rennen selbst lesen. Wer eine rennentscheidende Gruppe verpasst, muss instinktiv reagieren. Dies führt oft zu taktischen Fehlern bei den Favoriten und erhöht die Chancen für mutige Ausreißer. Das Ausscheidungsfahren am Mont Royal: Der giftige Anstieg Côte Camillien-Houde (1,8 km bei 8 %) sowie die Côte de la Polytechnique (über 11 % in Spitzen) sieben das Feld mit jeder der 12 Runden weiter aus. Die Taktik verschiebt sich von "Kräfte sparen" in der ersten Rennhälfte hin zu einem brutalen Positionskampf vor den Anstiegen im Finale. Das falsche Flachstück im Ziel: Wer am Ende einer Gruppe den WM-Titel unter sich ausmacht, benötigt nach 274 Kilometern enorme Endschnelligkeit an einer rampenartigen Zielgeraden. Ein zu früher Antritt ist hier taktischer Selbstmord.gregmann27-09-2026
- WAS FÜR EIN FINALE!!!!! Das WM-Straßenrennen der Frauen Elite 2026 in Montréal lieferte ein absolut dramatisches und taktisch hochkomplexes Finale. Am Ende krönte sich die Topfavoritin Demi Vollering (Niederlande) nach einem packenden Schlagabtausch und taktischen Spielchen zur neuen Weltmeisterin. Sie schüttelte auf den letzten Kilometern ihre verbliebene Kontrahentin Kasia Niewiadoma ab.Der Rennverlauf und die SchlüsselszenenDer Solo-Vorstoß von Vollering: Gut 38 Kilometer vor dem Ziel zündete Demi Vollering die entscheidende Rakete. Sie setzte sich alleine vom restlichen Feld ab und baute schnell einen Vorsprung auf.Die gnadenlose Verfolgung: Dahinter formierte sich eine hochkarätige Verfolgergruppe, angeführt von der Polin Kasia Niewiadoma-Phinney und der Italienerin Elisa Longo Borghini. Da bei Weltmeisterschaften kein Rennfunk („No Race Radios“) erlaubt ist, mussten die Fahrerinnen die Situation komplett eigenständig auf der Straße lösen.Der Zusammenschluss und der Konter: 15 Kilometer vor dem Ziel schien Vollerings Solo beendet. Niewiadoma und Longo Borghini schlossen zusammen mit der Französin Juliette Berthet zur Spitzenreiterin auf. Die Italienerin Longo Borghini fackelte nicht lange und ging auf der letzten Runde sogar kurzzeitig selbst in die Offensive.Das entscheidende Pokerspiel: Da sich Vollering und Niewiadoma an der Spitze zeitweise uneinig waren und taktierten, blieb das Rennen bis zum Schluss offen. Rund 4 Kilometer vor dem Ziel setzte Vollering jedoch die finale, alles entscheidende Attacke. Niewiadoma konnte dem Antritt nichts mehr entgegensetzen.gregmann26-09-2026
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