„Ein weiteres Kopfsteinpflaster-Rennen, das mir gut liegen sollte“ – Jordi Meeus will nach Nokere-Drama sofort zurückschlagen

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 19 März 2026 um 12:30
meeus
Jordi Meeus zeigte bei der Nokere Koerse nahezu alles richtig, musste sich nach einem chaotischen und hart umkämpften Finale jedoch mit Rang zwei hinter Jasper Philipsen zufriedengeben. Erst auf den letzten Metern lief das Rennen wieder zusammen - zu spät für den entscheidenden Schlag.
Der Sprinter von Red Bull - BORA - hansgrohe gehörte in der Schlussphase zu den stärksten Fahrern im Feld. Er behauptete sich in einem zerrissenen Finale mit der späten Attacke von Alec Segaert und einem Feld, das ständig in Bewegung blieb. Als der Belgier kurz vor dem Ziel gestellt wurde, war Meeus ideal positioniert, konnte auf der ansteigenden Zielgeraden jedoch nicht mit der Endgeschwindigkeit von Philipsen mithalten.

Meeus behauptet sich im harten und unruhigen Rennverlauf

„Es ist gut, bei so einem wichtigen Rennen wieder auf dem Podium zu stehen. Aber ich hätte lieber gewonnen“, erklärte Meeus im Anschluss in einer Teammitteilung.
Philipsen siegte vor Meeus und Molano
Philipsen siegte vor Meeus und Molano
Diese Aussage bringt seinen Auftritt bei der Nokere Koerse auf den Punkt. Einerseits bestätigte er erneut sein hohes Niveau in einem Rennen, das ihm liegt. Andererseits lag der Sieg greifbar nahe - und blieb dennoch außer Reichweite.
Der Rennverlauf unterstrich diese Leistung zusätzlich. Die Nokere Koerse entwickelte sich nicht zu einem klassischen Massensprint. Wiederholte Attacken in den Schlusskilometern zwangen die Fahrer, ständig zu reagieren, statt einen kontrollierten Lead-out aufzubauen. Meeus brachte es selbst knapp auf den Punkt: „Es war härter als erwartet.“
Diese Einschätzung spiegelte sich im gesamten Finale wider. Vor allem die späte Attacke von Segaert drohte den Sprintern den Sieg komplett zu nehmen. Gleichzeitig erschwerten Stürze und Unterbrechungen zuvor die Positionskämpfe erheblich.
Trotzdem blieb Meeus durchgehend in Schlagdistanz und positionierte sich stark, als das Rennen auf den letzten Metern wieder zusammenlief. „Jasper war heute allerdings stark“, ergänzte er und erkannte damit den entscheidenden Unterschied im Finale klar an.

Blick nach vorn: Meeus visiert nächsten Erfolg in Denain an

Statt dem knapp verpassten Sieg nachzutrauern, richtete Meeus seinen Fokus unmittelbar nach dem Rennen auf die nächste Chance. Beim GP de Denain wartet bereits die nächste Gelegenheit. „Ein weiteres Rennen mit Kopfsteinpflaster, das mir gut liegen sollte.“
Dieser direkte Blick nach vorn ist bezeichnend. Die Nokere Koerse bestätigte sowohl seine Form als auch seine Fähigkeit, ein anspruchsvolles und unberechenbares Rennen zu kontrollieren - auch wenn der Sieg am Ende knapp ausblieb.
Mit einem ähnlich selektiven Parcours in Denain bietet sich schnell die Chance, den zweiten Platz in einen Sieg zu verwandeln. Nach Rang zwei bei der Nokere Koerse muss Meeus nicht lange auf die nächste Möglichkeit warten.
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