Die Hitzewelle, die über Frankreich hinwegfegt, hat den Fahrern bei der
Tour de France 2026 bereits sichtbar zugesetzt. Nun bekommen
Tadej Pogacar und UAE Team Emirates – XRG die Auswirkungen offenbar auch abseits der Straße zu spüren.
Laut dem spanischen Journalisten
Sergi Lopez-Egea logiert UAE in einem Hotel, dessen Klimaanlage mit den Extremtemperaturen nicht zurechtkommt.
Versuchen mehrere Zimmer gleichzeitig zu kühlen, soll die elektrische Installation auslösen und zu Stromausfällen führen.
Ein heikler Umstand für das dominierende Team der ersten Woche, zumal die Tour in ihren zweiten Rennblock geht und die Temperaturen auf mehreren Etappen deutlich über 35 Grad kletterten.
UAE-Erholung während Hitzewelle der Tour de France gestört
Erholung wird bei jeder Grand Tour akribisch gesteuert, mit engmaschiger Kontrolle von Schlaf, Hydration und Körpertemperatur nach jeder Etappe. Überhitzte Zimmer sind alles andere als ideal für Fahrer, die sich von stundenlangen Belastungen in großer Hitze erholen müssen.
Pogacar und seine Teamkollegen wurden am ersten Ruhetag am Montag bei einer Trainingsfahrt fotografiert, während die Hotelsituation eine unerwartete Komplikation zu einem ansonsten überzeugenden Tour-Start hinzufügte.
Der Slowene startet im Gelben Trikot in die zweite Woche, nachdem er am Tourmalet deutlich Zeit auf Jonas Vingegaard gutgemacht hat. UAE prägte zudem weite Teile der ersten neun Etappen, mit Isaac del Toro auf Gesamtrang drei, der zentral zu Pogacars stärksten Auftritten beitrug.
Ihre Kontrolle auf der Straße verhinderte nicht, dass die Bedingungen andernorts Probleme schufen. Die 9. Etappe wurde nach einer roten Hitzewarnung in der Region Corrèze um rund 30 Kilometer verkürzt, und mehrere Fahrer berichteten von der körperlichen Belastung durch die Temperaturen, die das Rennen prägen.
Pogacar trug vor und nach den Etappen konstant eine Eisschutzweste, um kühl zu bleiben
Unerwarteter Rückschlag für Pogacars minutiösen Tour-Plan
Selbst wenn UAE nur ein oder zwei Nächte im Hotel bleibt, kommt das Problem zur Unzeit. Pogacars Team ist dafür bekannt, selbst kleinste Details bei Vorbereitung und Regeneration im Blick zu haben, besonders in entscheidenden Phasen einer Grand Tour.
Die gemeldeten Stromausfälle bedeuten nicht zwangsläufig, dass Pogacar oder seine Teamkollegen auf der Straße leiden werden, sie sind jedoch eine Komplikation, die das Team kurz vor einer weiteren anspruchsvollen Bergetappe gern vermieden hätte.
Pogacar hat Hitze und Rennverlauf bislang besser gemeistert als alle anderen und vor dem ersten Ruhetag 2:42 Minuten Vorsprung auf Vingegaard aufgebaut. Seine nächste Herausforderung könnte ungewohnter sein: vor dem Restart der Tour überhaupt erst kühl zu bleiben.