Startliste Zeitfahren der Radsport-WM 2026 in Montréal – Sütterlin, Walscheid, Niedermaier und Koch treffen auf Evenepoel, Ganna und Reusser

Radsport
Freitag, 18 September 2026 um 11:48
Remco Evenepoel Tour de Francia 2
Am 20.09. beginnen die Weltmeisterschaften in Montréal mit den Zeitfahr-Wettbewerben. Sowohl die Elite-Zeitfahren der Männer als auch der Frauen stehen an diesen Tagen auf dem Programm. Unten finden Sie die Startlisten für die Wettbewerbe.
Laden Sie die Startliste im A4-Format herunter. Das Rennen vereint Fahrerinnen und Fahrer aller Kontinente – Teil der Mission, den Sport zu internationalisieren und Top-Athletinnen und -Athleten aus möglichst vielen Straßenrad-Nationen eine Bühne zu geben.
Entsprechend ergibt sich ein spannender Mix aus Fahrerinnen und Fahrern zahlreicher Länder vom europäischen Festland bis in alle Winkel der Welt. Im Frauenfeld ist Marlen Reusser als Titelverteidigerin wohl die Fahrerin, die es im Kampf um das Regenbogentrikot zu schlagen gilt.
Starke Konkurrenz kommt aus Großbritannien durch Zoe Bäckstedt, eine der Top-Spezialistinnen für den Einsatz in Montréal; und Demi Vollering, die 2026 in großer Form ist und realistische Goldchancen hat. Lotte Kopecky, Elisa Longo Borghini, Kristen Faulkner, Franziska Koch und Paula Blasi zählen ebenfalls zu den Anwärterinnen auf Spitzenplätze.
Im Männerrennen ist Remco Evenepoel nach einer weiteren herausragenden Saison gegen die Uhr der Topfavorit auf den Sieg. Für den vierten Titel in Serie muss er jedoch sein allerbestes Niveau abrufen.
Filippo Ganna dürfte sein größter Rivale sein, während Stefan Küng nach seinem Vuelta-Zeitfahrsieg ebenfalls hochmotiviert ist, endlich das Regenbogentrikot zu erobern. Doch selbst ein Podestplatz ist nicht garantiert, da nahezu alle Weltklasse-Zeitfahrer am Start stehen.
Paul Seixas, Isaac del Toro und Brandon McNulty nutzen den Start als Formtest für das Straßenrennen, können aber bereits hier für ein starkes Ergebnis sorgen; zudem sind Ethan Hayter, Jakob Söderqvist, Callum Thornley, Mathias Vacek, Daan Hoole, Alec Segaert, Iván Romeo, Mikkel Bjerg, Stefan Bissegger, Nelson Oliveira und Ex-Weltmeister Tobias Foss Kandidaten für das späte Finale.
Remco Evenepoel bei der Clásica San Sebastián 2026
Remco Evenepoel ist der Hauptfavorit auf den Elite-Titel im Zeitfahren der Männer

Deutsche Hoffnungen im Kampf gegen die Uhr: Antonia Niedermaier und Franziska Koch

Auch Deutschland ist in beiden Elite-Zeitfahren mit jeweils zwei Fahrern vertreten. Bei den Frauen gehen Franziska Koch und Antonia Niedermaier auf die 39 Kilometer lange Strecke in Montréal. Vor allem Niedermaier gehört zu den interessanten Namen im Feld, trifft im Kampf um die vorderen Plätze allerdings auf hochkarätige Konkurrenz um Titelverteidigerin Marlen Reusser, Demi Vollering und Zoe Bäckstedt.
Auch Franziska Koch sollte nicht unterschätzt werden. Die 25-Jährige bringt viel Erfahrung auf höchstem Niveau mit und komplettiert damit ein starkes deutsches Duo für den Kampf gegen die Uhr.
Bei den Männern ruhen die deutschen Hoffnungen auf Jasha Sütterlin und Max Walscheid. Beide verfügen über die nötige Erfahrung und vor allem Walscheid könnte das überwiegend flache Profil entgegenkommen. Auf der schnellen Strecke durch Montréal wird hohe Dauerleistung gefragt sein, ehe auf den letzten 400 Metern mit rund sechs Prozent Steigung noch einmal ein völlig anderer Rhythmus verlangt wird.
Im Kampf um die Medaillen wartet allerdings enorme Konkurrenz. Remco Evenepoel peilt seinen vierten WM-Titel in Folge im Einzelzeitfahren an, während unter anderem Filippo Ganna und Stefan Küng zu seinen größten Herausforderern zählen. Für Sütterlin und Walscheid dürfte es deshalb vor allem darum gehen, sich in diesem hochkarätig besetzten Feld möglichst weit vorne zu platzieren.

Schweizer Hoffnungen im Einzelzeitfahren: Marlen Reusser und Stefan Küng

Die Schweiz gehört traditionell zu den stärksten Nationen im Kampf gegen die Uhr und hat auch bei der Radsport-WM 2026 in Montréal große Ambitionen. Bei den Frauen steht vor allem Marlen Reusser im Mittelpunkt. Die Titelverteidigerin reist als eine der großen Favoritinnen nach Kanada und hat die Chance, erneut das Regenbogentrikot im Einzelzeitfahren zu gewinnen.
Das lange und überwiegend flache Streckenprofil dürfte Reusser grundsätzlich entgegenkommen. Über 39 Kilometer sind Ausdauer, Aerodynamik und die Fähigkeit gefragt, über einen langen Zeitraum eine konstant hohe Leistung zu treten. Mit Demi Vollering, Zoe Bäckstedt und Lieke Nooijen wartet allerdings starke Konkurrenz auf die Schweizerin.
Bei den Männern zählt Stefan Küng zu den größten Herausforderern von Remco Evenepoel und Filippo Ganna. Der Schweizer präsentierte sich zuletzt in hervorragender Form und gewann sowohl bei der Tour de Pologne als auch bei der Vuelta ein Einzelzeitfahren. Gerade das lange, flache Profil in Montréal dürfte Küng liegen und macht ihn zu einem ernsthaften Kandidaten im Kampf um die Medaillen.

Startliste Zeitfahren Männer Weltmeisterschaften 2026 

China
Cao, Houwang
Liu, Chenglu
Norwegen
Foss, Tobias
Leknessund, Andreas
Ungarn
Peák, Barnabás
Pelikán, János
Serbien
Ilić, Ognjen
Ruanda
Niyonkuru, Samuel
Nsengiyumva, Shemu
Schweden
Söderqvist, Jakob
Schweiz
Bissegger, Stefan
Küng, Stefan
Honduras
Matute, Fredd
Jordanien
Abu Harrah, Majid
Dänemark
Asgreen, Kasper
Bjerg, Mikkel
Irland
Mullen, Ryan
Portugal
Oliveira, Ivo
Oliveira, Nelson
Uruguay
Fagúndez, Eric
Mongolei
Batmunkh, Maral-Erdene
Slowenien
Tratnik, Jan
Guinea-Bissau
Cá, Apolinário
Gomes, Gil
Estland
Mihkels, Madis
Mauritius
Mayer, Alexandre
Luxemburg
Kluckers, Arthur
Belize
Chavarria, Derrick
Lewis, Cory
Bermuda
Hopkins, Kaden
Narraway, Nicholas
Tschechien
Vacek, Mathias
Belgien
Evenepoel, Remco
Herregodts, Rune
Segaert, Alec
Vereinigte Staaten
McNulty, Brandon
Shmidt, Artem
Italien
Ganna, Filippo
Sobrero, Matteo
Brasilien
Avancini, Henrique
Russland
Vlasov, Aleksandr
Japan
Hashikawa, Jo
Mexiko
Cadena, Edgar
Del Toro, Isaac
Deutschland
Sütterlin, Jasha
Walscheid, Max
Iran
Moazemi, Arvin
Frankreich
Armirail, Bruno
Seixas, Paul
Vereinigtes Königreich
Hayter, Ethan
Thornley, Callum
Südafrika
Munton, Byron
Kasachstan
Kuzmin, Anton
Marukhin, Daniil
Ukraine
Antonenko, Heorhii
Spanien
Castrillo, Pablo
Romeo, Iván
Kolumbien
Rivera, Brandon
Vargas, Walter
Polen
Kwiatkowski, Michal
Kanada
Leonard, Michael
Zukowsky, Nick
Afghanistan
Ansari, Amir
Australien
Leahy, Conor
Syrien
Wais, Ahmad Badreddin
Niederlande
Hoole, Daan
Kaimaninseln
Bodden, Christopher

Startliste Zeitfahren Frauen Weltmeisterschaften 2026

China
Tang, Xin
Zhu, Shimeng
Finnland
Ahtosalo, Anniina
Simbabwe
Davidson, Skye
Ngandu, Rongina
Belgien
Claes, Lotte
Kopecky, Lotte
Ruanda
Ingabire, Diane
Nirere, Xaveline
Österreich
Schweinberger, Christina
Schweiz
Liechti, Jasmin
Reusser, Marlen
Bulgarien
Stoyanova, Gergana
Norwegen
Aalerud, Katrine
Niederlande
Nooijen, Lieke
Vollering, Demi
Neuseeland
Christie, Henrietta
MacGregor, Bronwyn
Namibia
Looser, Vera
Slowenien
Bobnar, Nika
Estland
Allik, Ann-Christine
Lõiv, Janika
Trinidad und Tobago
Campbell, Teniel
Mauritius
De Marigny-Lagesse, Lucie
Kasachstan
Potapova, Faina
Australien
Hanson, Lauretta
Vereinigte Staaten
Faulkner, Kristen
Knibb, Taylor
Frankreich
Berthet, Juliette
Kerbaol, Cédrine
Indonesien
Marenda, Firotika Magh
Russland
Novikova, Kristina
Japan
Abe, Karin
Mexiko
Hinojosa, Romina
Roel, Sara
Deutschland
Koch, Franziska
Niedermaier, Antonia
Iran
Siyahian, Sajedeh
Vereinigtes Königreich
Backstedt, Zoe
Morris, Anna
Saudi-Arabien
Alhazmi, Mishael
Italien
Guazzini, Vittoria
Longo Borghini, Elisa
Ukraine
Kononenko, Valeriya
Spanien
Benito, Mireia
Blasi, Paula
Kolumbien
Peñuela, Diana
Polen
Wlodarczyk, Dominika
Kenia
Kiplagat, Monica
Tabu, Kendra
Kanada
Baril, Olivia
Gontova, Nadia
Kaimaninseln
Burgess, Alyssa
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