Die vierte Etappe der
Polen-Rundfahrt ist nach einem schweren Massensturz neutralisiert worden. Auf den regennassen Straßen in Richtung Karpacz kamen zahlreiche Fahrer zu Fall. Da mehrere Ambulanzen gleichzeitig im Einsatz waren, sahen sich die Organisatoren gezwungen, das Rennen vorübergehend zu stoppen.
Der Sturz ereignete sich rund 42 Kilometer vor dem Ziel und erfasste Dutzende Fahrer im vorderen Teil des Feldes. Zu den Betroffenen zählten unter anderem João Almeida, Jan Christen, Juan Sebastián Molano und Wilco Kelderman. Besonders hart traf es UAE Team Emirates - XRG, dessen Mannschaft nahezu komplett in den Unfall verwickelt war.
Schwere Unfälle prägen die Geschichte der Polen-Rundfahrt
Die Polen-Rundfahrt wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von folgenschweren Unfällen überschattet. 2019 verlor Bjorg Lambrecht nach einem Sturz während der Rundfahrt sein Leben.
Beim schweren Massensturz auf der vierten Etappe der Polen-Rundfahrt kamen zahlreiche Fahrer auf regennasser Fahrbahn zu Fall. Das Rennen wurde anschließend neutralisiert.
Nur ein Jahr später kämpfte Fabio Jakobsen nach seinem verheerenden Sturz im Massensprint ums Überleben, als er mit hoher Geschwindigkeit in die Absperrungen geschleudert wurde. Der Unfall erschütterte den Profiradsport nachhaltig und trug maßgeblich dazu bei, dass in den folgenden Jahren neue Sicherheitsmaßnahmen und verbesserte Absperrungen für Sprintankünfte eingeführt wurden.
Auch 2024 kam es zu einem schweren Zwischenfall. Cofidis-Profi Nicolas Debeaumarché stürzte – ähnlich wie zuvor Lambrecht – neben der Fahrbahn in einen ungesicherten Straßendurchlass und erlitt dabei schwere Verletzungen an der Wirbelsäule.
Im vergangenen Jahr wurde zudem der damalige Gesamtführende Paul Lapeira in einen Massensturz verwickelt und musste das Rennen aufgeben. Ebenfalls schwer betroffen war Filippo Baroncini von UAE Team Emirates - XRG, der nach schweren Gesichtsverletzungen zwei Wochen lang im Koma lag.
Weitere Informationen zum Massensturz sowie zu möglichen Verletzungen der betroffenen Fahrer stehen derzeit noch aus.
Weitere Updates folgen.