Primoz Roglic hat bei den Slowenischen Meisterschaften ein eindrucksvolles Comeback gefeiert. Nach sechs Jahren Abwesenheit kehrte der Profi von Red Bull - BORA - hansgrohe zu den nationalen Titelkämpfen zurück und sicherte sich mit einer dominanten Vorstellung im Einzelzeitfahren auf Anhieb den dritten Elite-Meistertitel seiner Karriere.
Für Roglic ist es der zweite nationale Titel im Einzelzeitfahren, nachdem er bereits 2016 Gold gegen die Uhr gewonnen hatte. Hinzu kommt der Meistertitel im Straßenrennen aus dem Jahr 2020. Damals trug der Slowene das nationale Trikot in der durch die Corona-Pandemie stark verkürzten Saison.
Roglic dominiert das Zeitfahren in Slowenien
Sechs Jahre nach seinem letzten Start bei den nationalen Meisterschaften stand Roglic am Freitag erneut ganz oben auf dem Podium. Auf dem 28,8 Kilometer langen Kurs setzte sich der Routinier in einer Zeit von 34:25 Minuten durch und erreichte dabei einen beeindruckenden Durchschnitt von 50,19 km/h.
Sein Vorsprung fiel deutlich aus: Der 21-jährige Roman Ermakov von Bahrain Victorious verlor als Zweiter 1:28 Minuten auf Roglic. Rang drei ging an dessen ebenfalls für Bahrain Victorious fahrenden Teamkollegen Jakob Omrzel. Der erst 20-Jährige hatte im Ziel 1:41 Minuten Rückstand auf den 16 Jahre älteren Sieger.
Mit dem Erfolg knüpft Roglic an die Anfänge seiner außergewöhnlichen Karriere an. Seinen ersten slowenischen Meistertitel im Einzelzeitfahren gewann er bereits 2016 – zu Beginn eines Aufstiegs, der ihn später zu insgesamt fünf Grand-Tour-Siegen führte, darunter vier Gesamterfolge bei der Vuelta a España.
Weitere Entscheidungen bei den nationalen Meisterschaften
Auch in anderen Ländern wurden am Donnerstag und Freitag die nationalen Zeitfahrmeister ermittelt. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die belgischen Titelkämpfe.
Bei den Männern sicherte sich Zeitfahrspezialist Alec Segaert von Bahrain Victorious seinen ersten Elite-Meistertitel und verwies Tim Wellens knapp auf den zweiten Platz. Im Frauenrennen sorgte Lotte Claes für eine Überraschung und beendete die Dominanz von Lotte Kopecky, nachdem die Fahrerin von SD Worx - ProTime das Podium verpasst hatte.
Besonders knapp ging es in Deutschland und Portugal zu. Nils Politt gewann den deutschen Meistertitel im Einzelzeitfahren mit nur einer Sekunde Vorsprung auf Max Walscheid und verschaffte sich damit zusätzliches Selbstvertrauen für den Auftakt der Tour de France am kommenden Wochenende.
Auch in Portugal entschied lediglich eine Sekunde über Gold und Silber. António Morgado setzte sich dort hauchdünn gegen Rafael Reis durch.
Am Samstag und Sonntag werden die nationalen Meisterschaften mit den Straßenrennen fortgesetzt. Dann kämpfen die Fahrerinnen und Fahrer um die begehrten Meistertrikots für die kommende Saison.