Das Programm von
Isaac del Toro für 2026 beim
UAE Team Emirates - XRG könnte sich bereits verschieben, wie der angesehene Journalist
Daniel Benson berichtet. Demnach plant das Team, den Mexikaner in die Ardennen-Klassiker zu integrieren.
Laut Benson deuten interne Quellen darauf hin, dass del Toro für den Ardennen-Block nominiert werden könnte - eine bemerkenswerte Entwicklung, da diese Rennen ursprünglich nicht Teil seines frühen Saisonplans waren.
Ergebnisse, die seinen Aufstieg bestätigen
Ein solcher Schritt würde den 22-Jährigen voraussichtlich bei Amstel Gold Race, Flèche Wallonne und Lüttich - Bastogne - Lüttich an den Start bringen. Damit bekäme eine Saison, die bereits auf große Rundfahrten und ein mögliches Tour-de-France-Debüt im Sommer ausgerichtet ist, eine zusätzliche Dimension.
Del Toros Leistungsniveau spiegelt sich längst in seinen Ergebnissen wider. Beim Giro d’Italia 2025 fuhr er auf Gesamtrang zwei und sicherte sich zudem einen Etappensieg. Anschließend unterstrich er mit einer dominanten Serie bei italienischen Herbst-Eintagesrennen seine Vielseitigkeit auch abseits von Rundfahrten.
Diese Entwicklung setzt sich 2026 konsequent fort. Gesamtsiege bei der UAE Tour und Tirreno - Adriatico machen ihn zu einem der konstantesten Fahrer des Frühjahrs und zeigen, dass er auf unterschiedlichen Profilen und in verschiedenen Rennformaten überzeugen kann.
Vor diesem Hintergrund liegt die Bedeutung eines möglichen Ardennen-Starts weniger in der Chance als in der klaren Umsetzung. Ein Einsatz wäre ein deutliches Signal, dass UAE den Aufgabenbereich eines Schlüsselprofis erweitert - und nicht, dass man ihn erst an das höchste Niveau heranführt.
Welche Rolle del Toro übernehmen könnte
Noch bleibt offen, welche konkrete Rolle del Toro über den gesamten Ardennen-Block hinweg einnehmen würde.
Bensons Bericht nennt keine spezifischen Zielrennen für den Mexikaner. Da UAE seine Planung für die Ardennen bislang nicht offiziell bestätigt hat, dürfte seine Rolle stark von der jeweiligen Rennkonstellation abhängen.
Gerade bei Lüttich - Bastogne - Lüttich könnte er an der Seite von Tadej Pogacar starten. In diesem Szenario würde er vermutlich als geschützter Helfer agieren und innerhalb der Teamtaktik eine unterstützende, aber dennoch wichtige Rolle übernehmen.
In Rennen ohne Pogacar könnte del Toro hingegen deutlich mehr Verantwortung tragen - entweder als klarer Kapitän oder in geteilter Führungsrolle innerhalb einer Mannschaft, die ihm in großen Rennen bereits Vertrauen entgegengebracht hat.
Warum die Ardennen perfekt zu seinem Profil passen
Vom Fahrertyp her passen die Ardennen-Klassiker ideal zu del Toro. Seine Fähigkeit, wiederholte Anstiege zu bewältigen, an steilen Rampen zu beschleunigen und auch in selektiven Rennverläufen konstant stark zu bleiben, hat er sowohl in Rundfahrten als auch in Eintagesrennen eindrucksvoll bewiesen.
Rennen wie Lüttich - Bastogne - Lüttich belohnen genau diese Kombination aus Ausdauer und Explosivität und stellen damit eine logische Erweiterung seines bisherigen Einsatzgebiets dar.
Sollte sich die Nominierung bestätigen, würde UAE einen weiteren Fahrer ins Aufgebot bringen, der Finals in kleinen Gruppen aktiv gestalten kann - und nicht nur die Tiefe im Helferbereich verstärkt.
Noch ist der Schritt nicht offiziell bestätigt. Doch bereits die Berichte deuten darauf hin, dass del Toros Saison 2026 kaum in festen Bahnen verlaufen wird.