Paul Seixas und die Möglichkeit seines Starts bei der
Tour de France 2026 sind derzeit das große Thema. Der 19-jährige Aufsteiger des französischen Radsports hat zu Saisonbeginn enorme Fortschritte gemacht. So groß, dass seine Teamchefs bei Decathlon CMA CGM nicht verbergen können, dass die Chancen auf Seixas’ Debüt bei der Grande Boucle in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen sind.
Natürlich wäre Seixas bei der Tour eine hervorragende Werbung für das Rennen, und so hat Tour-Direktor Christian Prudhomme seine Hoffnung geäußert, dass Seixas in diesem Sommer tatsächlich zum Grand Départ in Barcelona reist. Im Hinterkopf steht dabei die Frage, ob Seixas die über vier Jahrzehnte währende französische Durststrecke seit Bernard Hinaults Sieg 1985 beenden könnte.
RMC Sport hat nun
Le Blaireau selbst um seine Einschätzung zu Seixas bei der Tour gebeten. Der fünffache Tour-de-France-Sieger erkennt an, dass Paul Seixas „ein sehr guter Fahrer“ ist, warnt jedoch davor, ihn zu früh ins kalte Wasser zu werfen. Lieber sähe er Seixas zunächst bei einer dreiwöchigen Rundfahrt wie dem Giro oder der Vuelta im Härtetest.
„Wenn man ihn in die Tour de France schickt und er danach ausgebrannt ist, sollte man das besser gut durchdenken und es bestmöglich steuern. Mit 19, wenn er auf einen Pogacar trifft und zehn Minuten zurückliegt, wäre es vielleicht sinnvoller, sich in einem anderen Rennen zu testen. Und wenn er zur Giro d’Italia ginge und dort auf Jonas Vingegaard träfe, gäbe das einen Hinweis auf seine Fähigkeiten“, erklärte er.