Paris–Nizza 2026 Etappe 5: Vorschau, Profile, Favoriten & Prognosen – Behält Jonas Vingegaard das Gelbe Trikot an einem gefährlichen Tag?

Radsport
Mittwoch, 11 März 2026 um 20:30
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Die Ausgabe 2026 von Paris–Nizza findet vom 08. bis 15.03. statt und ist wie jedes Jahr eines der Schlüsselereignisse des Frühjahrs. Sie bietet Chancen für Kletterer, Sprinter und Klassiker-Spezialisten. Wir blicken auf Etappe 5, deren Start und Ziel auf 12:05 bzw. 16:45 CET geschätzt werden.
Das Rennen wurde 1933 erstmals ausgetragen und vom Belgier Alfons Schepers gewonnen. Aufgrund seines Charakters – wie der Name sagt, von Paris an die Mittelmeerküste nach Nizza – wird es oft „Rennen zur Sonne“ genannt, und auf der Straße trifft das häufig wörtlich zu. Über acht Renntage hat es über Generationen einige der Größten des Sports gekrönt. Jacques Anquetil, Tom Simpson, Eddy Merckx, Raymond Poulidor, Joop Zoetemelk, Sean Kelly (Rekordsieger, von 1982 bis 1988 in jeder Ausgabe), Miguel Indurain, Laurent Jalabert...
Die Liste ließe sich lange fortsetzen, und in den letzten Jahren hat das Rennen nichts von seiner Bedeutung verloren. Moderne Legenden wie Alberto Contador, Tony Martin, Bradley Wiggins, Geraint Thomas, Primož Roglič und Tadej Pogačar haben ihre Namen in die Geschichtsbücher eingetragen. 2025 holte Matteo Jorgenson den Gesamtsieg und verteidigte ihn erfolgreich mit überzeugenden Auftritten auf allen Terrainarten.

Streckenprofil Etappe 5: Cormoranche-sur-Saône - Colombier-le-Vieux

Karte von Etappe 5 der Paris–Nizza 2026
Etappe 5: Cormoranche-sur-Saône - Colombier-le-Vieux, 205,4 Kilometer
Der fünfte Renntag folgt einer ähnlichen Dramaturgie wie der vorherige, allerdings mit deutlich ruppigeren ersten zwei Dritteln. Zahlreiche kurze Anstiege bieten Zunder, aus dem mit Sicherheit eine starke Ausreißergruppe entsteht.
Auf den 205 Kilometern wird auch die Ausdauer ein entscheidender Faktor. Der Schlüssel liegt jedoch in der finalen Kletterkombination: 3,9 km mit 6,8 % (33,5 km vor dem Ziel); 2,2 km mit 10,5 % (20 km vor dem Ziel); 3,2 km mit 7,5 % (9 km vor dem Ziel) heizen das Rennen an. Eine Reihe von Anstiegen, in der vieles passieren kann: vom hohen Grundtempo über kompromisslose GC-Attacken bis hin zu taktischem Zusammenspiel mit Fahrern aus der Flucht.
Das Finale ist darauf ausgelegt, das Feld zu zerreißen, bevor es leicht ansteigend nach Colombier-le-Vieux geht: 4,6 Kilometer mit 3,5 %. Ein passender Abschluss für eine Etappe mit technischen Abfahrten und Anstiegen, deren moderatere Steigungsprozente dennoch viel Taktik erlauben.

Die Favoriten

Im Drôme-Tal weht der Wind meist kräftig und aus Norden, und dieser Donnerstag machte keine Ausnahme. Fast den ganzen Tag herrscht Rückenwind, was einen Ausreißersieg durchaus möglich macht – je nachdem, wer vorn ist. In WorldTour-Rennen sind Fluchten selten erfolgreich, doch hier passen die Umstände, zumal die Abstände im Gesamtklassement heute deutlich gewachsen sind.
Es wird um die Positionen vor den ersten beiden Hauptanstiegen gerungen. Nach dem zweiten wird das Feld auf wenige Fahrer schrumpfen, sodass die Nervosität im Zug geringer ist. Visma hat zwar kein Überteam, aber genug, um für Jonas Vingegaard zu kontrollieren, der zur Sicherung des Gesamtsiegs nur defensiv fahren muss – sprich Stürze vermeiden. Daniel Martínez liegt als Zweiter und sollte realistisch ebenfalls konservativ agieren, Gleiches gilt für Georg Steinhauser auf Rang drei. Alle drei befinden sich in der bestmöglichen Position und wollen sie verteidigen.
Um wirklich Druck zu machen, braucht es andere Teams. INEOS hat Gründe: Mit Kévin Vauquelin können sie auf Steinhausers Podestplatz springen, sie verfügen über eine starke Mannschaft und einen Oscar Onley, der mit Freiheiten auch eine Etappe gewinnen kann. Deshalb werden sie fahren wollen, während Lenny Martínez und David Gaudu heute nahe an ihrer Bestform wirkten und als Verbündete Druck aufbauen könnten. Ansonsten sehen wir wohl Attacken, aber eher abseits der Hauptanstiege.
Die Klassikerfahrer könnten hier mit Vergnügen die Flucht formieren und bis ins Ziel durchziehen. Das Nachführen erfordert Substanz und hängt davon ab, welche Teams investieren. Alternativ siegt vorn ein Kletterer oder Puncheur. Viele erhalten nach dem heutigen Tag Freiheiten. Unklar bleibt der Gesundheitszustand mehrerer Gestürzter.
Sicher im Blick haben sollte man Fahrer wie Mathias Vacek, Valentin Paret-Peintre, Aleksandr Vlasov, Andreas Leknessund, Pavel Sivakov oder Iván Romeo...

Prognose Paris–Nizza 2026, Etappe 5

⭐⭐⭐Jonas Vingegaard, Kévin Vauquelin
⭐⭐ Lenny Martínez,
⭐ Daniel Martínez, Oscar Onley, David Gaudu, Ion Izagirre, Mathias Vacek, Andreas Leknessund, Iván Romeo
Tipp: Kévin Vauquelin
Wie: Sprint aus der GC-Gruppe
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