Der Giro d’Italia 2026 nimmt immer klarere Formen an. Nachdem die Strecke bereits im Winter präsentiert wurde, stehen nun die 23 Teams fest, die im Mai in Bulgarien an den Start gehen. Vier Wildcards galten praktisch als sicher, die fünfte erhielt
Unibet Rose Rockets, das beim Tour-de-France-Aufgebot leer ausgegangen war.
Der Giro findet vom 08. bis 31.05. statt und verspricht ein Duell um Rosa zwischen Jonas Vingegaard und João Almeida, wie zuletzt bei der Vuelta a España. Beim ersten Grand Tour des Jahres fehlt Cofidis, das freiwillig auf die automatische Wildcard verzichtet hat. Der Rennkalender ist voll, der Fokus liegt im Mai stärker auf dem Coupe de France sowie der Tour-de-France-Vorbereitung.
Mit Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team und Tudor Pro Cycling Team sind zwei Schweizer Mannschaften in der Corsa Rosa vertreten; sie sammelten 2025 unter den ProTeams die meisten UCI-Punkte. Tom Pidcock peilt den Giro wohl nicht an, könnte ihn bei Bedarf aber ins Programm aufnehmen. Der letztjährige Königsetappensieger Chris Harper dürfte hingegen starten. Tudor bringt mit Stefan Küng, Marc Hirschi und Julian Alaphilippe potenzielle Schlüsselakteure für die drei Wochen mit.
Da Solution Tech NIPPO Rali nicht zu den Top 30 der UCI-Punkteliste zählt, war keine Grand-Tour-Wildcard möglich. Die beiden weiteren italienischen Teams – Bardiani CSF 7 Saber und Team Polti VisitMalta – wurden als die zwei einladungsberechtigten italienischen ProTeams berücksichtigt.
Seit vergangenem Jahr können fünf Teams zu den Grand Tours eingeladen werden. Der Giro hatte offenbar eine spanische Mannschaft im Blick, doch nach der überraschenden Tour-de-France-Einladung für Caja Rural - Seguros RGA wurden die Pläne angepasst. Unibet Rose Rockets, als einziges Team in den Top 30 noch ohne Grand-Tour-Wildcard, erhielt den letzten Startplatz. Damit könnten Fahrer wie Dylan Groenewegen, Lukas Kubis, Wout Poels und Victor Lafay im kommenden Frühjahr beim Giro auflaufen.