Nach Unfall - Lennard Kämnas langsamer Weg zurück ins Peloton

Radsport
durch Cycloon
Mittwoch, 05 Juni 2024 um 12:25
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Lennard Kämna hatte sich für 2024 viel vorgenommen, doch die Pläne erhielten Anfang April einen herben Dämpfer. Ein gefährlicher Autounfall im Training brachte dem BORA - hansgrohe Fahrer mehrere Verletzungen ein, die nicht nur seine Saison beinahe beendet hätten. Aber Profis sind zähe Kerle und zwei Monate später macht der deutsche Kletterer langsam und stetig Fortschritte und fährt zum ersten Mal seit dem Unfall wieder Rad, wenn auch nur kurz.
Sein Team beschreibt den Weg zurück ins Profipeloton in einer Pressemitteilung: "Lennard Kämna macht weiterhin große Fortschritte bei seiner Genesung von seinem schweren Trainingsunfall. Ende Mai hat er den ersten Block seiner Rehabilitation im BG Klinikum in Hamburg erfolgreich abgeschlossen. Ein emotionaler Meilenstein in dieser Phase war die Rückkehr auf das Fahrrad. 44 Tage nach dem Unfall auf Teneriffa konnte Lennard Kämna zum ersten Mal wieder auf seinem Specialized fahren - für einen kurzen Test auf den Walzen."
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Lennard Kämna (Strade Bianche)
"Jetzt beginnt der nächste Schritt auf dem Weg zurück zum Sport. Diese Woche ist Lennard Kämna ins RedBull Athlete Performance Centre (APC) umgezogen. Dort wird er gemeinsam mit den Experten des RedBull APC und der medizinischen Abteilung von BORA - hansgrohe am zweiten Block seiner Rehabilitation arbeiten. Auf dem Programm für die kommenden Wochen stehen Tests, Physiotherapie und Trainingseinheiten."
Kämna begann das Jahr auf einem hohen Niveau und beendete die Strade Bianche auf Platz 20, bevor er sich auf den Weg nach Tirreno-Adriatico machte, wo er als Backup für Jai Hindley antrat. Beide fuhren ein gutes Rennen, wobei der Australier am Ende auf dem Podium stand, während der Deutsche mit einer starken Leistung auf dem Monte Petrano wieder in die Top10 fuhr und den 8. Platz in der Gesamtwertung einnahm.
Der 27-Jährige freute sich auf die Rückkehr zum Giro d'Italia als Co-Leader seines Teams zusammen mit Daniel Martínez. Kämna wäre mit großen Ambitionen zur Corsa Rosa gekommen, da er im letzten Jahr einen 9. Platz belegte und auf den letzten beiden Bergetappen den 6. Wie unterschiedlich waren die Schicksale der beiden BORA-Führenden - Martínez nutzte diese Chance und belegte den 2. Platz der Corsa Rosa, während Kämna erst im Spätsommer in den Wettkampf zurückkehren wird.